Kesselschaden an Dampfspritze Feuerwehrmuseum Salzbergen gewinnt den Niedersachenpokal

Löschgruppe des Feuerwehrmuseums in Salzbergen vor dem Wettbewerb. Foto: Luisa KolmesLöschgruppe des Feuerwehrmuseums in Salzbergen vor dem Wettbewerb. Foto: Luisa Kolmes

Verden. Eine Mannschaft des Feuerwehrmuseums Salzbergen ist die schnellste Handdruckspritzengruppe beim niedersachsenweiten Vergleichswettbewerb in Verden-Dauelsen gewesen. Das hat das Museum mitgeteilt.

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Dauelsen hatte aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums zum 3. Dauelsener Feuerwehr-Oldtimertreffen eingeladen. Mit 109 angemeldeten historischen Fahrzeugen und Feuerwehrgeräten gehörte die Veranstaltung zu den größten ihrer Art in Niedersachsen, heißt es in der Mitteilung des Feuerwehrmuseums Salzbergen. Rote Riesen, so weit das Auge reichte, von ihren Besitzern liebe voll herausgeputzt.

Stilecht gekleidet

Höhepunkt der Veranstaltung war ein Handdruckspritzenwettbewerb, an dem ein gutes Dutzend Mannschaften mit funktionsfähigen historischen Löschgeräten teilnahm. Die stilecht gekleideten Löschgruppen stellten sich einem fairen Vergleich, bei dem es um Schnelligkeit bei einer Löschübung ging. Nachdem die für Pferdezug ausgelegten Spritzen von Hand in Position gebracht worden waren, galt es möglichst schnell die Saugleitung zu Wasser zu bringen und den Druckschlauch auszurollen. Mit vereinten Kräften wurde dann wie vor hundert Jahren durch Muskelkraft Druck auf die Leitung gebracht.

Zurzeit Kesselschaden

Besonders erfolgreich war die junge Mannschaft des Feuerwehrmuseums Salzbergen, die sich ansonsten eher durch die Präsentation ihrer mit Dampfkraft angetriebenen Spritze einen Namen gemacht hatte. „Wir können auch mit Muskelkraft“, sagte der Vorsitzende Thomas Kolmes schmunzelnd hinter seinem angeklebten Schnurrbart und verwies darauf, dass die Dampfspritze zurzeit wegen eines Kesselschadens nicht einsatzbereit ist.

Teilweiser Neubau erforderlich?

Hier wird voraussichtlich ein teilweiser Neubau erforderlich, Gespräche mit geeigneten Firmen laufen zurzeit. Der technische Leiter Ralf Trendel macht deutlich, dass die Handdruckspritze von 1899 jedenfalls in allerbestem Zustand ist: „Wir haben die Ventilkörper noch mal neu eingedichtet, damit wir schnell Unterdruck bekommen“.

Drei Pokale für die Salzbergener

Die Vorbereitungen haben sich offensichtlich gelohnt, waren die Salzbergener doch die schnellste Mannschaft an diesem Tag. Als schnellste Mannschaft aus Niedersachsen konnten sie zudem den Niedersachsenpokal entgegennehmen und – aller guten Dinge sind drei – einen weiteren Pokal für die drittweiteste Anreise. Der Pokalregen ist eine kleine Entschädigung für das vorzeitige Ende der Dampfspritzensaison, waren sich die Salzbergener Museumsfeuerwehrleute einig und feierten ihren Sieg ausgiebig.


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