Bürgermeisterwahl 2019 SPD Salzbergen unterstützt Kandidatur von Franz Reckers

Volle Unterstützung sicherte die SPD Salzbergen Vanessa Gattung (Bildmitte) zu, die neue Landrätin werden möchte. Die Sozialdemokraten begrüßten zudem die Kandidatur von Franz Reckers (4. von links), der als Einzelbewerber zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai antreten möchte. Foto: Ludger JungeblutVolle Unterstützung sicherte die SPD Salzbergen Vanessa Gattung (Bildmitte) zu, die neue Landrätin werden möchte. Die Sozialdemokraten begrüßten zudem die Kandidatur von Franz Reckers (4. von links), der als Einzelbewerber zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai antreten möchte. Foto: Ludger Jungeblut

Salzbergen. In einer Mitgliederversammlung im Café Ex hat die SPD Salzbergen am Mittwochabend eine Kandidatur des 64-jährigen Franz Reckers als Einzelbewerber zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai befürwortet. Das Votum in geheimer Wahl fiel einstimmig aus.

Reckers, der verheiratet ist,  tritt gegen den amtierenden Bürgermeister Andreas Kaiser (CDU) an, der von der örtlichen CDU offiziell nominiert worden ist. Die SPD war sich einig, dass die Kandidatur von Reckers "eine Bereicherung" darstellt, weil erst dadurch die Bürger eine Wahlmöglichkeit erhalten. Die SPD kündigte an, Reckers mit ihren logistischen Möglichkeiten zu unterstützen. Das bedeutet eine Mitnutzung von Schaukasten und Plakatständern. Zusätzlich wollen sich die Sozialdemokraten an den Bemühungen den 64-Jährigen beteiligen, von Bürgern die 60 benötigten Unterschriften zu erhalten, die dessen Kandidatur unterstützen. Diese Unterschriften sind Voraussetzung, damit sich der Salzbergener  am 26. Mai zur Wahl stellen kann.


Herzlich begrüßte der Salzbergener SPD-Vorsitzende Christian Otten (stehend links) die Gäste Vanessa Gattung und Franz Reckers. Sitzend von links die Vorstandsmitglieder Willi Jansen und Christoph Mülder. Foto: Ludger Jungeblut


SPD-Vorsitzender Christian Otten, Fraktionsvorsitzender Detlev Walter sowie ihre Parteifreunde Willi Jansen und Norbert Zwartjes zeigten sich sehr erfreut darüber, dass Reckers seinen Hut in den Ring geworfen hat und sicherten ihm uneingeschränkte Unterstützung zu. Zwartjes erinnerte sich gut daran, als Reckers von 2001 bis 2016 für die CDU-Fraktion im Gemeinderat vertreten war und den Finanzausschuss leitete. Franz Reckers habe als kritischer Geist immer die Dinge hinterfragt.


Als Einzelbewerber möchte Franz Reckers bei der Bürgermeisterwahl in Salzbergen am 26. Mai antreten. Foto: Ludger Jungeblut


Reckers selbst stellte den kommenden Wahlkampf unter das Motto "Offenheit, Transparenz und Dialog". Aus der CDU ist er schon vor vielen Jahren wieder ausgetreten. Bis zum Jahr 2010 leitete er ein Schuhgeschäft im Ortszentrum. Vielen Salzbergenern ist er als früherer langjähriger Vorsitzender der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe in Erinnerung. In puncto Ortskernsanierung kritisierte er die unzureichende Einbeziehung der Anlieger des Kirchplatzes in das Projekt, obwohl diese zur Finanzierung herangezogen würden. Zur Begründung für seine Bewerbung erklärte er. "Ich sehe es als Pflicht des Bürgers an, sich zu engagieren, sei es in der Politik oder in Vereinen." 


Als Gast der SPD Salzbergen nahm auch der Sprecher des Kreisverbandes Emsland-Süd der Grünen, Peter Blauert, an der Mitgliederversammlung teil. Foto: Ludger Jungeblut


Auf Honorarbasis ist er derzeit im Auftrag der Stadt Rheine als Dozent bei der Sprachförderung für Migranten engagiert. Der Gemeinde bescheinigte er eine erfolgreiche Industriepolitik. Beim Thema Wohnungsbau setzt er auf Nachverdichtung und Zurückhaltung bei der Ausweisung neuer Baugebiete. Vielmehr gelte es, verstärkt die alten Baugebiete für den Zuzug junger Menschen zu nutzen. Für dringend notwendig erachtet er die Sanierung der Oberschule. Es könne nicht angehen, dass Schüler im Sommer draußen unterrichtet werden müssten, weil es an der Südseite für Klassenzimmer keinen Sonnenschutz gebe. Ferner setzte er sich für die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs ein. Konkret regte er an, für Senioren, Menschen mit Behinderungen und Mütter das System Anrufsammeltaxi zu organisieren. Im Wahlkampf würde er gerne eine Podiumsdiskussion mit Kaiser bestreiten.


Soziale Themen liegen Vanessa Gattung aus Papenburg besonders am Herzen. Die Sozialdemokratin möchte neue Landrätin im Landkreis Emsland werden. Foto. Ludger Jungeblut


In der Versammlung stellte sich auch Vanessa Gattung aus Papenburg vor. Die 29-Jährige war kürzlich einstimmig vom SPD-Kreisvorstand als Kandidatin für die Landratswahl am 26. Mai vorgeschlagen worden. Das letzte Wort hat eine Mitgliederversammlung am 21. März in Papenburg. Gattung gehört seit 2015 der SPD an, sieht sich getreu dem Landkreis-Slogan als "Macherin" und setzt vor allem auf soziale Themen. Gegen Marc-André Burgdorf (CDU) werde sie einen fairen Wahlkampf führen. Ich setze auf Sieg und wäre dankbar über jeden Prozentpunkt.“  Die 29-Jährige arbeitet derzeit beim Landkreis Osnabrück im Bereich "Soziale Gesundheitsberatung." Willi Jansen rief die Grünen im Landkreis dazu auf, die Sozialdemokratin zu unterstützen. Laut Peter Blauert, dem Sprecher des Kreisverbandes Emsland-Süd der Grünen, ist dazu der Diskussionsprozess in seiner Partei aber noch nicht abgeschlossen.


Mit einem Blumenstrauß bedankte sich SPD-Vorsitzender Christian Otten bei Vanessa Gattung für ihren Besuch der Mitgliederversammlung. Foto: Ludger Jungeblut


Zur Wahl der Landratskandidatin beziehungsweise des Landratskandidaten am 21. März in Papenburg entsenden die Salzbergener Sozialdemokraten als Delegierte Willi Jansen, Norbert Zwartjes, Christian Otten, Christine Flege und Ernst Riedel. Zum Kreisparteitag am 22. Juni in Lingen fungieren als Delegierte:  Norbert Zwartjes, Sieglinde Buttlar, Simon Winnemöller, Katrin Nähring und Lothar Buttlar.


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