Vertrag über 20 Jahre Innogy soll Gasversorgung in Salzbergen sicherstellen

Foto: David-Wolfgang Ebener/dpaFoto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Salzbergen. Das Unternehmen Innogy soll in den kommenden 20 Jahren dafür sorgen, dass zum Beispiel Häuser und Wohnungen in Salzbergen warm bleiben: Die Gemeinde hat einen Gaskonzessionsvertrag mit dem Netzbetreiber abgeschlossen.

Das umfangreiche Schriftwerk regelt, welche Rechte (zum Beispiel ein Wegerecht) das Energieunternehmen hat, um das Gasnetz in der Gemeinde im südlichen Emsland in Schuss zu halten; aber auch, welche Pflichten Innogy auf sich nimmt, um die Gasversorgung in Salzbergen zu sichern.

Nach der Unterzeichnung: (von links) Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters Dirk Vogt, Manfred Buers (Gemeindeverwaltung), der stellvertretende Bürgermeister Hermann Hermeling (CDU), die Innogy-Kommunalbetreuer Rainer Oesting und Franz-Josef Reinke, Franziska Kley (Gemeindeverwaltung), Ludger Brüffer (Innogy, Leiter Region Nord, Netz und Infrastruktur) und Bürgermeister Andreas Kaiser. Foto: Mike Röser

Auch wenn der Name des Vertragspartners ein neuer ist, kennen sich die Akteure der Gemeinde und des Unternehmens schon lange: In den vergangenen 20 Jahre sorgte die RWE AG dafür, dass in Salzbergen beispielsweise Heizungen verlässlich laufen und auf Gasherden gekocht werden konnte. Innogy ist im April 2016 vom RWE-Konzern als börsennotiertes Tochterunternehmen gegründet worden. Ein Hauptgeschäftsfeld ist der Betrieb von Versorgungsnetzen (wie eben Gas). Auch der erste Konzessionspartner der Gemeinde Salzbergen stammt aus dieser "Unternehmensfamilie": Die Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) waren seit den späten 1970ern Konzessionär; die VEW fusionierten im Jahr 2000 mit RWE.

Kein zweites Angebot

Bei der Vertragsunterzeichnung am 11. Februar 2019 im Salzbergener Rathaus zeigte sich Bürgermeister Andreas Kaiser froh über den Abschluss des umfangreichen Verfahrens. Zum 1. August 2016 veröffentlichte die Gemeinde wie vorgesehen im Bundesanzeiger, dass sie auf der Suche nach einem neuen Vertragspartner war und Unternehmen ihr Interesse bekunden können. Dies taten eben Innogy (bzw. noch RWE) und die Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren. Letztere gaben nach Auskunft der Gemeinde aber im späteren Verlauf der europaweiten Ausschreibung kein konkretes Angebot mehr ab.

"Fühlen uns gut betreut"

"Wir freuen uns, dass wir die gute Partnerschaft fortsetzen können", sagte bei der Vertragsunterzeichnung Ludger Brüffer, Leiter der Innogy-Sparte Netz & Infrastruktur in der Region Nord. Auch wenn man in den vergangenen Jahrzehnten unter verschiedenen Namen in der Region agiert habe, setze man auf Kontinuität in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Wichtig seien dabei die Kommunalbetreuer des Unternehmens als Ansprechpartner: Dies war in den vergangenen Jahren Franz-Josef Reinke, mittlerweile ist Rainer Oesting sein Nachfolger im südlichen Emsland. "Wir fühlen uns gut betreut", sagte Bürgermeister Kaiser.

Innogy stellt Grundversorgung sicher

Innogy ist im südlichen Emsland nicht nur für das Gasnetz in Salzbergen verantwortlich: Verträge bestehen auch mit den Samtgemeinden Spelle, Lengerich und Freren. Als Gasnetzbetreiber muss Innogy auch die Grundversorgung sicher stellen und mit dieser einspringen, wenn beispielsweise ein frei gewählter Gaslieferant insolvent ist und einen Haushalt nicht mehr mit Gas versorgt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN