Gewerbliche Fahrraddiebstähle Videokameras wachen über Bahnhofsumfeld in Salzbergen

Meine Nachrichten

Um das Thema Salzbergen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mit insgesamt sechs Videokameras werden in Salzbergen unter anderem die Fahrradständer im Bahnhofsumfeld überwacht. Foto: Sven LampeMit insgesamt sechs Videokameras werden in Salzbergen unter anderem die Fahrradständer im Bahnhofsumfeld überwacht. Foto: Sven Lampe

Salzbergen. Das Gelände rings um den Salzbergener Bahnhof wird seit Kurzem per Video überwacht. Mit sechs Kameras will die Gemeinde Fahrraddiebstählen und Vandalismus vorbeugen.

In Kombination mit einem gezielten Personaleinsatz der Polizei sollen laut Gemeinde die Sicherheitsbedingungen in dem Bereich spürbar verbessert werden. 

Gewerbliche Fahrraddiebstähle

Nachdem in den vergangenen Jahren die Anzahl gewerblicher Fahrraddiebstähle an den beiden Fahrradständern am Bahnhof  erheblich angestiegen sei, habe die Polizei die Initiative ergriffen und der Gemeinde den Einsatz von Kameras vorgeschlagen, erläuterte Salzbergens Fachdienstleiter Zentrale Dienste, Dirk Vogt, auf Anfrage der Redaktion. Darüber hinaus erhofft sich die Gemeinde eine Präventionswirkung, um Vandalismus vorzubeugen. 

"Rechtlichen Anforderungen entsprechend"

Nun werfen laut Vogt auf der Seite der Museumslok zwei und auf der gegenüberliegenden Seite der Bahngleise vier Videokameras ihre elektronischen Augen auf das Gelände. Und zwar nur auf das kommunale Gelände, wie der Fachdienstleiter betont: "Das ist unser Gelände, dort dürfen wir das". Der weitere öffentliche Raum wie beispielsweise angrenzende Gehwege werde von den Kameras aus Datenschutzgründen nicht erfasst, so Vogt weiter. Die Gemeinde habe in Absprache mit dem Datenschutzbeauftragten Standorte und Kameraperspektiven gefunden, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. An verschiedenen Stellen des Geländes weisen blaue Aufkleber vorschriftsmäßig auf die laufende Videoüberwachung hin.

Zugriff nur bei konkretem Anlass

Die Aufnahmen werden laut Vogt auf einer Festplatte bei einer Fachfirma gespeichert. Vogt betont, dass auf die Daten nur bei einem konkreten Anlass zugegriffen wird. Das gilt beispielsweise, wenn eine Straftat aufgeklärt werden muss. Dann könne sich die Polizei innerhalb von 72 Stunden die Aufzeichnungen ansehen. Nach Ablauf der 72 Stunden werden die Daten laut Vogt den Vorschriften des Datenschutzes entsprechend überschrieben, sprich gelöscht.

15.000 Euro

Die Kosten für die Videoüberwachung trage zu 100 Prozent die Gemeinde Salzbergen, so der Fachdienstleiter weiter. Zu der einmaligen Investition in die Technik in Höhe von rund 15.000 Euro kommen  laut Vogt die laufenden monatlichen Kosten für die Dienstleistung der Fachfirma. Diese Kosten seien allerdings überschaubar.

Umsetzung "etwas trickreich"

Die Vorbereitungsarbeiten der Überwachung seien für die Gemeinde Salzbergen "etwas trickreich" gewesen, so Vogt. Zumal im laufe der Planungen die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten sei. "Ich denke, dass wir eine gute Lösung gefunden haben" sagt Vogt. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN