Lebendige Tier- und Jagdmalerei „Kunst im Rathaus“ Salzbergen: Dagmar von Fürstenberg stellt aus

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Salzbergen Mit einem klangvollen Horrido eröffneten die Jagdhornbläser des Hegerings IV Emsbüren-Salzbergen die 46. Auflage der etablierten Ausstellungsreihe „Kunst im Rathaus“ in Salzbergen, die mit den eindrucksvollen Werken der freischaffenden Oberenser Künstlerin Dagmar von Fürstenberg noch bis Ende September ganz im Zeichen erstklassiger Tier- und Jagdmalerei steht.

„Die Bilder von Dagmar von Fürstenberg strahlen echte Lebendigkeit aus“, zeigte sich der stellvertretende Bürgermeister Hermann Hermeling während der stimmungsvollen Ausstellungseröffnung begeistert, denn er ist ebenso wie Ausstellungsinitiator Jürgen Wienand von der Galerie „Alte Schule“ leidenschaftlicher Waidmann und Naturliebhaber. Auch Dagmar von Fürstenberg, 1960 in Arnsberg geboren, ist in einer jagdlich versierten Familie aufgewachsen, ihre Liebe zur Malerei und Bildhauerei entdeckte sie schon in früher Kindheit.

Malen in der Natur

Neben verschiedenen künstlerischen Weiterbildungen absolvierte sie eine fünfjährige intensive Ausbildung in klassischer Malerei. Besonderen Wert legt Dagmar von Fürstenberg auf die Pleinairmalerei, denn sie sagt: „Es bereitet mir die größte Freude, meine Motive direkt in der Natur zu malen, mit all ihren Eindrücken, dem ständig wechselnden Licht, dem Geruch, den verschiedenen Jahreszeiten und Witterungen, den Bewegungen und der Lebendigkeit der Tiere.“ Wohl in dieser ureigenen Handhabung ihres Schaffens begründet sind die Authentizität und die Vitalität, die die Tiere auf ihren Bildern ausstrahlen – ob die Wildschweinrotte, die Hundemeute, das Hirschrudel, die Luchsfamilie oder der balzende Fasanenhahn in seinem bunten Federkleid. Ihre Liebe zur Natur paart sie mit technischem Können und transportiert das imponierende Ergebnis hinaus zu Ausstellungen in aller Welt.

„Sonst ein Ort knechtender Arbeit“

„Das Rathaus Salzbergen, sonst ein nüchterner Ort knechtender Arbeit, wird mit den Tier- und Jagdszenen von Dagmar von Fürstenberg zu einem inspirierenden Ort der Muße und der Muse“, zollte auch Schirmherr Heribert Nasch seinen Respekt, bevor Laudatorin Sabine Busch-Murray in bewährt unkonventioneller Manier in die Kunstausstellung einführte und dabei auch einen Abstecher in die Geschichte der Jagdmalerei machte.

Den Spuren der Künstlerin folgen

Denn die Jagd hat den Menschen seit jeher begleitet und schon vor 35.000 Jahren entstanden im heutigen Südfrankreich und in Schweden die ersten Felsenbilder, die in Stein gekratzt oder mit Kohle aufgetragen neben menschlichen Selbstbildnissen immer auch Tiere und Jagdszenen darstellten. Nicht selten kam der bildlichen Darstellung von Tieren und der Jagd kultische oder gar magische Bedeutung zu – die Geister sollten gewogen gestimmt und das Jagdglück beschworen werden. Und so wurde die Jagdmalerei im Laufe der Jahrtausende zu einem ganz eigenen Genre und lädt jetzt im Rathaus in Salzbergen dazu ein, sich auf die Pirsch zu begeben und den faszinierenden Spuren der Künstlerin Dagmar von Fürstenberg zu folgen.


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