Gesellschaftlicher Wandel Projekt "Macher" soll Netzwerke im Emsland stärken

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Die Macher des Beirates des Macher-Projektes: v.l. Hermann Wocken, Bernd Brauer, Dorothea Währisch-Purz, Thomas Burke, Kerstin Heeke, Marcus Drees, Markus Silies und Michael Steffens. Foto: Sven LampeDie Macher des Beirates des Macher-Projektes: v.l. Hermann Wocken, Bernd Brauer, Dorothea Währisch-Purz, Thomas Burke, Kerstin Heeke, Marcus Drees, Markus Silies und Michael Steffens. Foto: Sven Lampe

Salzbergen. Im Kolping-Bildungshaus Salzbergen (KBS) ist jetzt der Startschuss für das emslandweite Projekt "Macher" gefallen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt will auf Basis der 2017 veröffentlichten Emslandstudie Ehrenamt und Netzwerke stärken.

Finanziert wird das vom KBS getragene Projekt mit jährlich insgesamt 80.000 Euro vom Bistum Osnabrück, dem Landkreis Emsland, der Klosterkammer Hannover, dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Emsland-Bentheim und der Stiftung Lebendige Stadt. Dem Projekt beratend zur Seite steht ein achtköpfiger Beirat. Dem überkonfessionell und kommunal besetzen Gremium gehören neben Projektreferentin Kerstin Heeke vom KBS an Emslanddechant Thomas Burke und Superintendent Bernd Brauer für die Kirchenseite, Caritas-Geschäftsführer Marcus Drees und Diakonie-Geschäftsführerin Dorothea Währisch-Purz, der für die Kreisentwicklung zuständige Landkreis-Dezernent Michael Steffens, der Bürgermeister der Samtgemeinde Dörpen, Hermann Wocken und KBS-Leiter Markus Silies.

Mandatsträger an einen Tisch bringen

In einem weiteren Schritt soll das "Macher"-Projekt im Herbst Vertretern aus Kirche und Politik vorgestellt werden. Anschließend sollen nach dem Wunsch des Beirates in allen 19 emsländischen Kommunen möglichst viele Mandatsträger an einen Tisch gebracht werden, um gemeinsam strukturelle und inhaltliche Überlegungen anzustellen. Denn über allem schwebt der Gedanke, dem traditionellen Zusammenspiel von Kirche, Gesellschaft und Politik neue Impulse zu  geben.

Projektschwerpunkte

Als Projektschwerpunkte hat sich der Beirat darüber hinaus geeinigt auf die Entwicklung von Perspektiven, die in der Emslandstudie aufgezeigt werden. Hinzu kommt ein "Vereinscheck" zur Begleitung von Gruppen, Vereinen und Verbänden.  Außerdem sollen gelungene Beispiele bürgerschaftlichen Engagements gezeigt und die Verantwortung von Kirche und Gesellschaft im Emsland herausgestellt werden.

„Von Kirchtürmen und Netzwerken"

Die Emslandstudie, auf der das Projekt basiert, hat das Berlin-Institut im Auftrag des Bistums Osnabrück und des Diözesan-Caritasverbandes  Osnabrück erstellt. Unter dem Titel „Von Kirchtürmen und Netzwerken - wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen“ stellt die Studie dem Emsland ein bemerkenswertes soziales Zeugnis aus. Unter anderem heißt es, dass die Menschen über ihre privaten Beziehungen, vor allem aber auch über ihr vielfältiges Engagement in der Kirche, der Politik oder Vereinen ein „sehr gutes soziales Miteinander“ pflegten. 

"Besondere Potenziale nutzen"

Zugleich wird in der 2017 vorgestellten Studie darauf hingewiesen, dass der laufende gesellschaftliche Wandel auch vor dem Emsland nicht Halt mache. Mit dem Resultat, dass sich die Rahmenbedingungen in den Dörfern sich gravierend verändern. Das habe auch im katholisch geprägten Emsland Auswirkungen auf die Akzeptanz und die Rolle sowohl der katholischen als auch der evangelischen Kirche. So gelte es laut Emsland-Studie auch, die besonderen Potenziale der Kirche zu nutzen und die Aufgaben der Kirche im gesellschaftlichen Kontext neu zu definieren.


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