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29.07.2018, 07:30 Uhr ENTWICKLUNG DES EINZELHANDELS

Salzbergen muss nach vorne schauen

Kommentar von Thomas Pertz

Die Sanierung der Ortsmitte trägt zu einer höheren Attraktivität von Salzbergen bei. Foto: Heinz KrüsselDie Sanierung der Ortsmitte trägt zu einer höheren Attraktivität von Salzbergen bei. Foto: Heinz Krüssel

Salzbergen. Die Kräfte bündeln und nach vorne schauen: Das muss die Devise der Gemeinde Salzbergen sein, um den Einzelhandel in der Kommune voranzubringen.

Klar: Das ist leichter gesagt, als getan. Die bisherigen Bemühungen von Rat und Verwaltung zur Ansiedlung eines Drogeriemarktes waren erfolglos. Die Erweiterungspläne von Rossmann im benachbarten Schüttorf machen das Desinteresse der Kette am Einzelhandelsstandort Salzbergen überdeutlich.

Aber alles Klagen und Lamentieren, auch über die „Sandwichlage“ des Ortes zwischen Kommunen, die über ein besseres Einkaufsangebot verfügen und Salzbergener Bürger erfolgreich anlocken, bringt niemanden weiter.

Besser wäre dreierlei: Politik und Verwaltung sollten auch nach der x-ten Abfuhr in ihren Bemühungen nicht nachlassen, einen Drogeriemarkt in den Ort zu holen. Hartnäckigkeit muss nicht immer belohnt werden, die Hände in den Schoß zu legen aber erst recht nicht. Zweitens: Die ohnehin schwächelnde Interessengemeinschaft IG Handel & Gewerbe könnte sich neu aufstellen. Eine reine Konzentration auf den Handel würde die Schlagkraft des Verbandes erhöhen.

Drittens sind die Bürger selbst gefordert. Es ist ja nun nicht so, als ob es im Ort nichts zu kaufen gibt. Der Salzbergener Kunde sollte es dann aber auch tun – und nicht am Geschäft vorbei in den nächsten Ort fahren, um dort zu shoppen. So stärkt man den Handel in der eigenen Gemeinde nicht. Das muss aber das Ziel aller Beteiligten sein, damit die Wohn- und Lebensqualität in Salzbergen erhalten bleibt.


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