Ende einer Ära nach 39 Jahren Gemeinde Salzbergen löst Seniorenbeirat auf

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Die letzten Mitglieder des Salzbergener Seniorenbeirates sind jetzt vom Rat der Gemeinde geehrt und verabschiedet worden. Foto: Sven LampeDie letzten Mitglieder des Salzbergener Seniorenbeirates sind jetzt vom Rat der Gemeinde geehrt und verabschiedet worden. Foto: Sven Lampe

Salzbergen. In Salzbergen endet jetzt nach rund 39 Jahren die Ära des Seniorenbeirates. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung das Ende des Gremiums beschlossen und die letzten Mitglieder verabschiedet. Die Seniorenarbeit wird künftig in das Familienzentrum integriert.

Wobei Arbeit eigentlich nicht das richtige Wort sei, so Salzbergens Bürgermeister Andreas Kaiser, denn es solle eigentlich keine Arbeit, sondern Vergnügen sein. „Das eine Auge weint, das andere lacht“, sagte Kaiser zu den letzten Mitgliedern des Seniorenbeirates: „Gut, dass Ihr in diesem Prozess mitgewirkt habt.“ Aufgabe des Seniorenbeirates war es, Rat, Gemeindeverwaltung und Öffentlichkeit auf die Interessen und Belange der älteren Menschen aufmerksam zu machen und auf deren Berücksichtigung hinzuwirken. Mitglieder des letzten Seniorenbeirates waren der Vorsitzende Hans-Werner Kern, Bärbel Resch, Ursula Spitthoff, Hans Stein, Karl-Heinz Winnemöller, Hartmut Hiltenkamp und Bernhard Robbes.

Zunächst ein loser Verbund

Der Seniorenbeirat war 1987 zunächst als loser Verbund der Akteure entstanden. Später sei versucht worden, demokratische Strukturen zu schaffen mit dem Ergebnis einer Seniorenrichtlinie. 1997 habe sich dann erstmals der Gemeinderat mit dem Beirat beschäftigt. Initiiert worden war der Seniorenbeirat von der späteren langjährigen Vorsitzenden des Gremiums, Ruth Thurau. Kaiser nannte die 2012 Verstorbene eine „eiserne Verfechterin für die Interessen der Senioren.“ Thurau habe den Beirat „durch eine auch von ihr aufgewühlte See gesteuert“. Auch unter den späteren Vorsitzenden habe der Beirat ehrenamtliche Arbeit geleistet, die nicht immer einfach gewesen sei, so Kaiser weiter. Zu den Initiativen des Seniorenbeirates zählen unter anderem private Senioren-Wohngemeinschaften und Familienhilfe. „Der Beirat hat immer da geholfen, wo er meinte helfen zu können oder zu wollen.“

„Nicht immer die gewünschte Resonanz gefunden“

Einen Wermutstropfen gibt es laut Kaiser dennoch: „Das Engagement hat nicht immer die Resonanz gefunden, die man sich gewünscht hatte.“ Das, so der Verwaltungschef habe wohl auch daran gelegen, dass in Salzbergen unter anderem auch die örtlichen Vereine zahlreiche Angebote für Senioren im Programm haben. Dennoch hofft Kaiser, dass sich die bisherigen Mitglieder des Beirates künftig auch in der Seniorenarbeit des Familienzentrums beteiligen. Es sei gut, wenn Arbeit auf viele Schultern verteilt wird.

Dank der Politik

Lobende Worte für das Engagement der Senioren gab es auch seitens der Politik. Für die CDU-Fraktion sprach Frank Elling von „toller Arbeit“, des Gremiums, das manchmal vielleicht etwas zu sehr in die Zukunft geblickt habe. Dank und Anerkennung für das Engagement seitens der SPD-Fraktion gab es auch von Christian Otten, der die Senioren dazu aufforderte, nicht locker zu lassen: „Sie sind immer herzlich willkommen“.


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