„Nur ein Katzensprung“ Annett Kuhr berührt in Salzbergen mit Chansons

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Die vielfach preisgekrönte Liedermacherin Annett Kuhr berührte mit Liedern über den Tod und das Leben auf dem Konzert „Nur ein Katzensprung“, das Auftakt zum 15. Jubiläumsjahr des Hospiz-Teams Abendstern in Salzbergen war. Foto: Anne BremenkampDie vielfach preisgekrönte Liedermacherin Annett Kuhr berührte mit Liedern über den Tod und das Leben auf dem Konzert „Nur ein Katzensprung“, das Auftakt zum 15. Jubiläumsjahr des Hospiz-Teams Abendstern in Salzbergen war. Foto: Anne Bremenkamp

Salzbergen Mit Chansons über den Tod und das Leben hat die vielfach preisgekrönte Liedermacherin Annett Kuhr Herz und Seele eines bewegten Auditoriums im Kulturkeller in Salzbergen berührt.

Ihr von Tiefe und Leichtigkeit zugleich geprägtes Konzert „Nur ein Katzensprung“ war der inspirierende Auftakt zum 15-jährigen Bestehen des Hospiz-Teams Abendstern mit einer bis in den November hineinreichenden, anregenden Veranstaltungsreihe.

Annett Kuhr hat eine ungewöhnliche Leidenschaft, denn sie sammelt Lieder über den Tod, den Abschied und die Trauer. Tief unter die Haut gehen ihre handgemachte Gitarrenmusik, ihre feinsinnigen Texte und ihre volle Altstimme, die in den wärmsten Farben Bilder von flüchtigen Momenten und verborgenen Seiten des Lebens malt.

Neue Perspektiven

Annett Kuhr mischt Songs anderer Künstler wie Reinhard Mey oder Friedrich Hollaender in ihr eigenes, reich gefülltes Repertoire. Sie singt vom Tod und erzählt dabei doch unentwegt vom Leben. Sensibel beleuchtet die charismatische Künstlerin ein tabuisiertes Thema mit Esprit, Melancholie, Sachlichkeit und Humor aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. Ihrer Zuhörerschaft eröffnet die einstige Musiktherapeutin damit überraschend neue Perspektiven auf die natürlichen Lebensübergänge. Der Titel ihres einfühlsamen Chansons-Programms entstammt dem jiddischen Lied „Huljet“, das Mordechaj Gebirtig einst im Krakauer Getto schrieb. Es ruft die Kinder auf, zu spielen und zu leben. Denn vom Frühling bis zum Winter ist es eben „nur ein Katzensprung“.

Die Gegenwart schätzen

Und das ist auch die Botschaft der in ihrer Wahlheimat Rottweil lebenden Liedermacherin: Den eigenen Frieden nicht erst auf dem Friedhof finden. Die Gegenwart schätzen und der Zukunft frei von Angst, dafür aber mit einem Augenzwinkern entgegensehen, denn: „Für das Jetzt ist es nie zu spät.“

Programm im Jubiläumsjahr

Nicht zu spät ist es auch für die weiteren besonderen Programmpunkte, zu der das 2003 gegründete Hospiz-Team Abendstern in Salzbergen in seinem Jubiläumsjahr die Öffentlichkeit herzlich einlädt: So stellt die Lesung „Was ist geblieben?“ am 8. Juni im Kulturkeller Augenblicke und Momentaufnahmen im hohen Alter in den Mittelpunkt. Im Hospizbüro im Haus St. Josef wird am 22. September die Ausstellung „Lebens(t)räume“ eröffnet und am 23. November möchte das Harfenkonzert mit Eugen Chrost in der ev.-ref. Kirche am Hügelweg „Dem Leben eine Richtung geben“.

„Den Tagen Leben geben“

Eine klare Richtung verfolgt mit seiner segensreichen Arbeit in der ehrenamtlich-qualifizierten Sterbe- und Trauerbegleitung seit 15 Jahren auch das Hospiz-Team Abendstern: „Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben.“


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