Verein zieht Bilanz „Chance auf Leben“ in Salzbergen vielfältig engagiert

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Vielfältig engagiert ist der Verein „Chance auf Leben“. Das Bild zeigt den Vorstand (von links): Salzbergen Vorstand (von links): Alexander Stiben, Nastassia Küpker, Egbert Kolkman, Thomas Küpker, Wolfgang Huesken und Thomas Merting (es fehlt Johan Schmits) Foto: VereinVielfältig engagiert ist der Verein „Chance auf Leben“. Das Bild zeigt den Vorstand (von links): Salzbergen Vorstand (von links): Alexander Stiben, Nastassia Küpker, Egbert Kolkman, Thomas Küpker, Wolfgang Huesken und Thomas Merting (es fehlt Johan Schmits) Foto: Verein

Salzbergen. Eine positive Bilanz seiner Arbeit im vergangenen Jahr hat der Verein „Chance auf Leben“ aus Salzbergen gezogen. Der Verein ist vor zehn Jahren gegründet worden.

„Das im Jahr 2016 beschlossene Dreisäulenprinzip mit Hilfstransporten, einem umfangreichen Sozialprojekt und Einzelprojekten hat sich bewährt“, sagte der Vorsitzende Thomas Küpker einer Mitteilung des Vereins zufolge in der Mitgliederversammlung im Gemeindehaus Holsten. Zwei Hilfstransporte wurden 2017 in die Region um Gomel, im südöstlichen Weißrussland, durchgeführt. Die Region ist immer noch durch den Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahre 1986 stark radioaktiv belastet. Erstmals waren auch Schulmöbel für eine landwirtschaftliche Schule auf den Lastwagen. Seit 2012 hat der Verein nach eigenen Angaben in insgesamt acht Hilfstransporten unter anderem fast 5000 Kartons Textilien, 75 Krankenhausbetten, 156 Rollstühle und 400 Rollatoren in die belastete Region gebracht. Insgesamt 100 Tonnen an Hilfsgütern wurden bewegt. Eine gute Zusammenarbeit gab es mit der Gomeler Partner-Organisation. „White Dove over Chernobyl“ ist bei der Arbeit von großer Bedeutung. Seit Gründung des Vereins konnte mit mehr als 250.000 Euro an Geld- und Sachspenden geholfen werden.

Unterstützt wurden unter anderem ein Heim für Behinderte und Veteranen in der Nähe von Gomel, das Sozialamt in Retchiza und das Dominic-Haus, ein Haus für betreutes Wohnen für junge Menschen mit Behinderung. In diesem Jahr ist im Sommer ein nächster Transport geplant. Ausweiten möchte der Salzbergener Verein die bedarfsgerechte „Familienhilfe“ und die Betreuung von Familien mit einer zusätzlichen medizinischen Fachkraft. Die Finanzierung dieses Projektes könne allerdings nur mit regelmäßigen, monatlichen Geldspenden erfolgen.

Weitere Reise nach Gomel geplant

Fünf Teilnehmer der Reise nach Gomel besuchten 2017 Familien und Einrichtungen vor Ort, wo die „Hilfe gut angebracht“ ist, wie der Verein in der Mitteilung betont. Vom 12. bis 19.September 2018 ist wieder eine Reise nach Gomel geplant. Interessenten können sich beim Vorsitzenden melden.

Das Sportgelände der Schule am Rande der gesperrten Zone in Choiniki wurde nach der Tschernobyl-Katastrophe 1986 asphaltiert, um die Strahlung des Bodens von den Kindern abzuhalten. Seitdem läuft der Sportunterricht unter schwierigen Bedingungen. Hier möchte man ansetzen und ein Multifunktionsgelände mit Fußball-, Basketball- und Volleyballfeld finanzieren. Mit verschiedenen Aktivitäten zur Unterstützung dieses Einzelprojektes wurde bereits begonnen. Ohne einen größeren Sponsor ist die Umsetzung allerdings fast unmöglich.

Mitgliedsbeiträge und Spenden sind die Haupteinnahmen. Küpker bedankte sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Geld- und Sachspendern, beim DRK und insbesondere bei den Verantwortlichen der Firma H&R Salzbergen. Ohne sie wäre diese erfolgreiche Arbeit nicht möglich, sagte der Vorsitzende. Für sperrige Hilfsgüter wird immer noch ein trockener Lagerraum gesucht.

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