Kinderbetreuung Salzbergen: Herausforderung durch flexible Einschulung

Meine Nachrichten

Um das Thema Salzbergen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Gemeinde Salzbergen sieht sich aktuell in Sachen Kinderbetreuung gut aufgestellt. Auf dem Bild die Kita St. Augustinus in Steide. Foto: Carsten van BevernDie Gemeinde Salzbergen sieht sich aktuell in Sachen Kinderbetreuung gut aufgestellt. Auf dem Bild die Kita St. Augustinus in Steide. Foto: Carsten van Bevern

Salzbergen. Die Gemeinde Salzbergen sieht sich in Sachen Kinderbetreuung gut aufgestellt. Alle für eine Betreuung angemeldeten Kinder können aktuell versorgt werden.

Das ließ jetzt Bürgermeister Andreas Kaiser auf Anfrage der Redaktion wissen. Kaiser zufolge stehen in den drei Salzbergener Kindertagesstätten derzeit 222 Kindergarten- und 75 Krippenplätze zur Verfügung. Rechnerisch seien somit bei den über dreijährigen Kindern (Ü3) 94 der vorhandenen Plätze belegt, bei den unter Dreijährigen (U3) 91Prozent.

Weitere Ü3-Gruppe

Für das kommende Kindergartenjahr liegen laut Bürgermeister im Ü3-Bereich mehr Anmeldungen vor als Plätze in den jetzigen Gruppen zur Verfügung stehen. Den aktuellen Anmeldezahlen zufolge fehlten im Bereich der Ganztagsbetreuung 17 Kindergartenplätze. Probleme sieht Kaiser dennoch nicht. Denn zum 1. August dieses Jahres soll eine neue kommunale Kindertagesstätte in Salzbergen ihre Pforten öffnen. Bis zur Fertigstellung des geplanten Gebäudes an der Nordmeyerstraße soll die Einrichtung zunächst mit 2 Ganztagsgruppen in Räumlichkeiten der Grundschule Salzbergen starten. Dadurch, so Kaiser, könnten dann alle angemeldeten Kinder aufgenommen werden.

Weitere U3-Gruppen möglich

Im U3-Bereich stellt sich die Situation dem Bürgermeister zufolge so dar, dass alle Kinder, die bis Dezember 2018 angemeldet wurden, auf jeden Fall in den bestehenden Krippengruppen untergebracht werden. Sollten sich die Anmeldezahlen so bestätigen oder noch erhöhen, werde Anfang 2019 eine weitere Krippengruppe eingerichtet werden müssen.

Mehr Anmeldungen erwartet

Unabhängig davon geht Kaiser davon aus, dass sich die vom Land Niedersachsen beschlossene flexiblere Einschulung und die Gebührenfreiheit im ersten und zweiten Kita-Jahr auf die Planungen im Kita-Bereich auch auf Salzbergen auswirke. „Wenn Eltern für eine Regelbetreuung von bis zu acht Stunden keine Beiträge mehr bezahlen müssen, geht die Gemeinde Salzbergen davon aus, dass mehr Eltern ihre Kinder für die Ganztagsbetreuung anmelden“, sagt Kaiser.

Steigender Personalaufwand

Dafür sei dann allerdings zusätzliches Personal beispielsweise Betreuungskräfte und Hauswirtschaftskräfte erforderlich, so Kaiser: „Es ist jedoch fraglich, ob überhaupt ausreichend Erzieherinnen auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Der steigende Personalaufwand und die möglicherweise erforderliche Schaffung zusätzlicher Räume führen dem Bürgermeister zufolge zu einer zusätzlichen Belastung der kommunalen Haushalte. Bislang ist noch nicht geklärt, wie das Land den Einnahmeverlust durch die wegfallenden Elternbeiträge ausgleichen wird.

„Schulkindergarten“

Die Gemeinde Salzbergen vertraut eigenen Angaben zufolge auf das Urteilvermögen von Erziehern, Grundschulleitern und Eltern, den richtigen Zeitpunkt für die Einschulung der Kinder zu finden. Neben einem Verbleib in den Kindertagesstätten biete sich in Salzbergen auch der Besuch des Schulkindergartens in der Grundschule am Feldkamp an, so Kaiser.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN