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02.03.2018, 07:01 Uhr UNTERSCHIEDLICHE ZAHLEN

Überwachungslücken in Salzbergen-Holsterfeld schließen

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Das Gewerbegebiet Salzbergen-HolsterfeldDas Gewerbegebiet Salzbergen-Holsterfeld

Lingen. Wieso ist die Kriminalitätsrate im Gewerbegebiet Salzbergen-Holsterfeld so viel höher als im benachbarten Güterverkehrszentrum Rheine, fragt sich unser Kommentator.

Grundsätzlich ist die Polizei für die Sicherheit verantwortlich. Doch die Beamten können nicht rund um die Uhr überall sein. In einem Gewerbegebiet, das, beiderseits der A30 gelegen, für Unternehmen, aber eben auch für Kriminelle eine gute Verkehrsanbindung bietet, kann ein privater Sicherheitsdienst da durchaus Überwachungslücken schließen. Dass dies in enger Absprache mit der Polizeiinspektion Emsland/ Grafschaft Bentheim und der Gemeinde Salzbergen geschieht, trägt dazu bei, dass der Sicherheitsdienst professionell und effektiv arbeitet.

Wenn dies mit finanzieller Beteiligung aller, die davon profitieren, geschehen würde, wäre das gut. Doch wie groß ist der Bedarf an zusätzlicher Sicherheit im Gewerbegebiet Holsterfeld und im Güterverkehrszentrum (GVZ) Rheine wirklich? Die Frage ist schwer zu beantworten. Zu unterschiedlich – zumindest laut den Angaben der jeweils zuständigen Polizeidienststellen – ist die Anzahl der Straftaten in Holsterfeld und im GVZ. Warum, den offiziellen Angaben zufolge, das nördlich der A30 gelegene Gewerbegebiet Holsterfeld die Kriminellen anzieht wie das Licht die Motten, während das südlich der Autobahn befindliche GVZ Rheine fast eine Oase der Sicherheit ist, erschließt sich nicht.


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