38. Prunksitzung des KKC Wenn Herr Pastor in Salzbergen einen Haarsalon eröffnet

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Salzbergen. Das Service-Team des Pleitegeiers „Air Berlin“ hat einen neuen, zukunftssicheren  Arbeitsplatz in der Leiterrunde der Kolpingjugend Salzbergen: Auf der 38. Prunksitzung des Kolping-Karneval-Clubs Salzbergen (KKC) im bunt geschmückten Saal Schütte verwiesen überaus attraktive Stewardessen mit frisch rasierten Beinen ein höchst amüsiertes Publikum auf weit mehr als 300 Economy- und exakt 15 First-Class-Plätzen zurecht auf die Anschnallpflicht  angesichts eines turbulenten Höhenflugs in den Himmel der fröhlichen Narretei.

Mit dem mit Spannung erwarteten Einzug des neuen Prinzenpaares, Norbert I. vom plattdeutschen Theater und Qualitätssicherung und stolzer Einwohner von Hinterholsten sowie seiner Lieblichkeit Hildegard IV. aus dem Hause derer zu Büter regierte über rund viereinhalb Stunden der närrische Spaß. Durch die Karnevalssause made in Salzbergen mit Bühnenspektakel führte schwungvoll Sitzungspräsident Udo Poggemann, musikalisch begleitet von dem Party-Duo Just 2 You aus Bremerhaven. Geboten wurde der erwartungsvollen Narrenschar jede Menge jecker Leckerbissen.

Tanzgarden sind Aushängeschild

Tempo machten dabei die drei Tanzgarden, die ein schmuckes und bestens trainiertes Aushängeschild des KKC sind: Die Juniorengarde versprühte als herumwirbelnde Superwoman-Gang Lebensfreude, mit einer frech inszenierten Variante des Froschkönigs begeisterte die Jugendgarde und die Prinzengarde imponierte nicht nur mit ihrem Gardetanz, sondern entführte zudem mit ihrem Showtanz direkt „in the army“.

Stolz zeigten sich die Kolpinger, mit Lea Theissing zum zweiten Mal in Folge eine Solotänzerin präsentieren zu können, die mit einem strahlenden Lächeln Hochleistungssport offerierte. Mit schrägen Vögeln in greller Optik entflammte die Kolpingjugend die Jecken, die angesichts cooler Beats, rhythmischer Perfektion und scheinbar unbegrenzter Beweglichkeit  in tiefster Dunkelheit nahezu ausflippten. Klangvoll wurde es auf der Bühne, als der Musikverein Salzbergen zu Ehren des scheidenden Prinzenpaars Manfred I. und Klaudia I. zu „In Stemmeiers haugen Pappeln dor sat nen Kreiennöst“ aufspielte und das Publikum textsicher miteinstimmte. Die Kolpingfrauengruppe ihrer Lieblichkeit überraschte zudem mit stimmungsfroh machenden „Sparmaßnahmen im Altersheim“ und bewarf die verzückt applaudierenden Zuschauer zum Dank mit dem Inhalt ihrer Bettpfannen.

Friseurgeschäfte im Trend

„Trend in Salzbergen ist, ein Friseurgeschäft aufzumachen“, kam Pastor Marcus Droste auf fünf Haarschneideetablissements, denen er mit seinem neu eröffneten Salon „Hair Gott“ im Langenberg jetzt Konkurrenz macht. Leider ist sein katholischer Kollege trotz der speziell angebotenen „Salz- und Öl-Frisur“ nicht sein Kunde, dafür hat er aber auch nur noch ein Ohr. Büttenrednerin Annette Gödiker servierte furztrocken und dennoch spritzig Szenen einer Ehe und gab unverblümt zu, ihren Gatten entgegen des Zeitgeistes nicht im Internet gefunden, sondern ihn traditionell beim Weihnachtswichteln gewonnen zu haben. Nichts zu lachen, aber auf dem Friedhof ganz viel erfahren hatten hingegen die Trauerschnallen Jutta Stein und Anita Hemmelder. Als Klageweiber nicht mehr ganz frisch, aber dafür umso giftiger versicherten sie sehr zur Freude ihrer vielen Fans: „Wir singen noch bis 100!“

Weltrekord Ortskernsanierung

Diesem Vorhaben nacheifern werden hoffentlich auch die kultigen Bänkelsänger Josef Brinkel und Franz Reckers, die zwar nichts etwas angeht, die aber über alles ein Lied zu singen haben. Da wurde der Organist auf der Kirmes zum Chauffeur, der rote Fuchs befreite sich beherzt aus seinem eigenen Gäste-WC und das vom Kaiser angesetzte „Sanieren durch den Ort geht ins Guinness-Buch als Welt-Rekord“. Mit Blick auf den bereits vor zehn Jahren besungenen und jetzt erneut von der CDU in Aussicht gestellten Ausbau der Steider Straße ließen die Bänkelsänger  wissen: „Tausendmal probiert, tausendmal ist nix passiert. Alles ist so vertraut und wirklich gar nichts ist neu.“


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