Nachtragshaushalt 2017 beschlossen Rheder Jahresergebnis steigt minimal

Von Maike Plaggenborg

Die ordentlichen Erträge und Aufwendungen im Haushalt der Gemeinde Rhede sind leicht gestiegen. Symbolfoto: Jens Wolf/dpa BildfunkDie ordentlichen Erträge und Aufwendungen im Haushalt der Gemeinde Rhede sind leicht gestiegen. Symbolfoto: Jens Wolf/dpa Bildfunk

Rhede. Die ordentlichen Erträge steigen im Rheder Gesamtergebnishaushalt um 57.500 Euro auf 6.205.600 Euro. Auch die Aufwendungen sind in ähnlicher Weise gestiegen. Das stellte Kämmerer Hermann-Josef Gerdes in der Ratssitzung vor, in der dem Nachtragshaushalt einstimmig zugestimmt wurde.

„Wir haben einen überschaubaren Haushalt“, fasste Gerdes zusammen. Als positiv hob er Veränderungen bei den außerordentlichen Erträgen hervor. Die seien um rund 138 Prozent gestiegen. Statt zunächst eingeplanten 28.700 Euro beläuft sich der Betrag nun auf 398.300 Euro. Als Erklärung nannte Gerdes auf Anfrage den vermehrten Verkauf von Bau- und Gewerbegrundstücken. Weil der Absatz nicht voraussehbar sei, seien die Erträge in dem Bereich „vorsichtig“ geplant und in diesem Fall sehr niedrig angesetzt worden. Das voraussichtliche Jahresergebnis beläuft sich auf 426.200 Euro. Gerdes sprach von einem „zufriedenstellenden Ergebnis, wenn es denn so bleibt.“

Die Investitionen belaufen sich auf knapp drei Millionen Euro, von denen ungefähr 1,8 Millionen Euro durch Zuschüsse und Eigenbeträge abgefedert werden. Der Gemeindeanteil an den Investitionen beträgt rund 1,1 Millionen Euro. „Zwei Großprojekte will ich rausgreifen“, sagte Gerdes in der Sitzung. Zwei historische Sielbauwerke aus den Jahren 1878 und 1936 sollen für 289.000 und 279.000 Euro saniert werden. Dafür sind „erhebliche Zuschüsse“ beantragt worden, teilte Gerdes weiter mit. Das Projekt startet, „wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt“, sagte Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) im Verwaltungsbericht 2017 zum Thema.

Grundsätzlich werde im Hoch- und Tiefbau das meiste Geld benötigt. „Die Senkung der Kreisumlage hilft uns auch weiter“, so Gerdes. Der zweite große Posten ist die Erweiterung des Familienzentrums am St. Nikolauskindergarten. Zu den Gesamtkosten für den Bau einer vierten Krippe von einer Million Euro gibt die Gemeinde einen Zuschuss von 615.000 Euro „an die Kirche als Defizitabdeckung“, sagte der Kämmerer. Für die Großprojekte müssten keine Kredite aufgenommen werden. Und: „Es bleibt Spielraum für die Finanzierung der Projekte bis 2020.“


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