Ehrung für Heinrich Stevens Seit 70 Jahren in der Kolpingsfamilie Rhede

Von Hermann-Josef Döbber

Vorstand und Jubilare: (stehend, v. l.) Vorsitzender Heinz Niesmann, Heribert Thieke, Verena Kröger, Hermann-Josef Osewold, Sabrina Potts, Bernd Dickebohm, Tanja Dickebohm, Kathrin Schoe, Eileen Brelage sowie (sitzend, v. l.) Heinrich Stevens und Albert Vinke. Foto: Hermann-Josef DöbberVorstand und Jubilare: (stehend, v. l.) Vorsitzender Heinz Niesmann, Heribert Thieke, Verena Kröger, Hermann-Josef Osewold, Sabrina Potts, Bernd Dickebohm, Tanja Dickebohm, Kathrin Schoe, Eileen Brelage sowie (sitzend, v. l.) Heinrich Stevens und Albert Vinke. Foto: Hermann-Josef Döbber

Rhede. Mit Heinrich Stevens ist erstmals in der 85-jährigen Geschichte der Kolpingsfamilie (KF) St. Nikolaus Rhede ein Mitglied für seine 70-jährige Treue zum Verein geehrt worden. Zusammen mit Stevens wurde auf der Generalversammlung Albert Vinke für seine 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Vorsitzender Heinz Niesmann überreichte den beiden Ehrennadeln und Ehrenurkunden.

Stevens war in den ersten Nachkriegsjahren dem Kolpingwerk beigetreten. Bereits nach kurzer Zugehörigkeit zu der Organisation gehörte der Rheder zu jenen Männern aus Rhede, die sich auf den Weg nach Köln machten. „Hier haben wir mit anderen Kolpingbrüdern die Ärmel hochgekrempelt, um am Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg durch ein Feuer zerstörten Menoritenkirche am Kolpingplatz mitzuwirken“, erinnerte sich der 89-Jährige bei der Ehrung.

Dass der mit Rheder Unterstützung erfolgte Wiederaufbau des vom Kolping genutzten Kölner Gotteshauses (St. Mariä Empfängnis) und andere Ereignisse der Rheder Kolpinger „festgehalten“ wurden, dafür sorgte Albert Vinke als Autor der zum Jubiläum der Kolpingsfamilie veröffentlichten Chronik. Der 80-Jährige, der vor sechs Jahrzehnten die Mitgliedschaft beantragt hatte, ist laut Niesmann „seit Jahren im Verein ein gefragter Mann sowohl als Referent als auch bei Wanderungen in und um Rhede“.

Dem Jahresbericht des Vorsitzenden zufolge fanden zwischen Dezember 2016 und November 2017 monatlich mindestens eine Veranstaltung statt. Zu den Aktivitäten gehörten mehrere Kleidersammlungen, ein zusammen mit Spiel und Sport Rhede gefeierter Winterball, eine Boßeltour und eine Feier für 50 und mehr Jahre dem Kolpingwerk angehörenden Mitglieder. Die KF betreute eine Fastenmarschstation, verschiedene Mitglieder nahmen an der Karfreitagswallfahrt in Wietmarschen, dem Friedensgebet auf dem ehemaligen Lagerfriedehof an der B 401 bei Esterwegen sowie Bezirks- und Bildungstagen teil.

Zusammen mit Mitgliedern des Werder-Fanclubs „Emsauen“ unternahmen die Kolpinger eine Benefiztour nach Bremen. Die Teilnehmer erradelten dabei eine Spende in Höhe von 4266 Euro. Diese kamen dem Verein zur Hilfe leukämiekranker Kinder (Leukin) zugute. „Insgesamt konnte Leukin inzwischen mit über 25.000 Euro aus Rhede unterstützt werden“, so Niesmann. Der Kolpingkinderchor „Chorios“ wartete mit einem Konzert auf, auch wurde wieder die örtliche Ferienpassaktion durchgeführt .

Eileen Brelage gab einen Einblick in die Arbeit des Jungkolpings, Kassenwartin Kathin Schoe trug den Kassenbericht vor. Die Prüfer Andreas Hinrichs und Pascal Puls bescheinigten Schoe korrekte Arbeit. Bei Teilneuwahlen wurde der Vorsitzende Niesmann bei eigener Enthaltung einstimmig im Amt bestätigt. Geplant ist im Mai des nächsten Jahres die Teilnahme der Kolpingsfamilie Rhede am 101. Katholikentag in Münster.


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