Organistin geehrt Restaurierte Orgel in Neurheder Kirche eingeweiht

Von Jennifer Kemker


Neurhede. Zum ersten Mal ist die von Grund auf sanierte Orgel der St.-Joseph-Kirche in Neurhede während der heiligen Messe wieder erklungen. Nach rund vierwöchiger Renovierung wurde das Instrument von Pfarrer Frank Rosemann gesegnet.

Die Orgel wurde um 1900 gebaut, wie der Orgelsachverständiger des Bistums Osnabrück, Pfarrer Franz-Josef Rahe, erklärte. „Zwischenzeitlich wurde sie mal umgebaut, aber bis heute hat sie ihren Dienst erfüllt.“ Die Pfeifenorgel wurde nach seinen Worten komplett auseinandergenommen, sodass die Pfeifen gereinigt und die verschlissenen sowie defekten Teile repariert und ausgetauscht werden konnten. „Wenn die Pfeifen erst einmal gereinigt sind, klingt die Orgel wieder viel besser“, so Rahe. Insgesamt würden sich in dem Gehäuse der Orgel rund 900 Pfeifen befinden. Die größte davon misst laut Rahe 4,8 Meter, die kleinste nur rund zwei Zentimeter.

„Wie am ersten Tag“

Darüber hinaus musste auch die elektrische Verbindung zwischen dem Spieler der Orgel und den Ventilen und Pfeifen erneuert werden. „Jetzt ist sie praktisch in einem Zustand, wie am ersten Tag“, freute sich Rahe. Pfarrer Rosemann zufolge wurde die Sanierung der Orgel zur Hälfte vom Bistum Osnabrück unterstützt. Die andere Hälfte wurde aus Spenden finanziert.

Bereits seit 1987 spielt die Neurhederin Annette Lohe die Orgel in der St.-Joseph-Kirche und freute sich auf ihren ersten Einsatz mit dem restaurierten Instrument. „Erst kurz vor der Messe sind die letzten Arbeiten erst fertig geworden“, so Lohe. Anlässlich ihres 30-jährigen Organistenjubiläums überreichte Pfarrer Rosemann der Neurhederin einen Blumenstrauß.