15 zusätzliche Hektar Ratsbeschluss: Rhede will Gewerbegebiet erweitern

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Der Rat Rhede hat einstimmig für den Aufstellungsbeschluss zur Erweiterung des Gewerbegebiets gestimmt. Foto: Dirk Hellmers/ArchivDer Rat Rhede hat einstimmig für den Aufstellungsbeschluss zur Erweiterung des Gewerbegebiets gestimmt. Foto: Dirk Hellmers/Archiv

Rhede. Der Gemeinderat Rhede hat in seiner Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Erweiterung des Gewerbegebietes an der A 31 beschlossen. Die neue Fläche südlich der L 52 soll rund 15 Hektar groß werden.

„Im Gewerbegebiet stehen nur noch 30.000 Quadratmeter zur Verfügung“, führte Hermann-Josef Gerdes, Fachbereichsleiter der Bauleitplanung, in der Sitzung aus. Es gebe keine größeren, zusammenhängenden Flächen zur Ansiedlung von Betrieben mit hohem Bedarf. Nun habe die Gemeinde aber weitere Flächen sichern können, „sodass wir in die Erweiterung des Gewerbegebietes einsteigen können“, so Gerdes. Vorgesehen ist eine rund 15 Hektar große Fläche auf der anderen Seite der Bellingwolder Straße, der Landesstraße 52, und östlich der Autobahn. Von den weiteren 15 Hektar, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden, sollen zehn für die Bebauung zum Verkauf stehen. Parallel zur L 52 soll in der Mitte der Fläche eine Erschließung, also eine Straße, gebaut werden. Daneben stehen weitere Maßnahmen an. „Wir müssen was für den Naturschutz und die Entwässerung tun“, sagte Gerdes. So solle etwa parallel zur Autobahn ein Regenrückhaltebecken eingerichtet werden. Weiterer Bestandteil des Aufstellungsbeschlusses ist die Öffentlichkeitsbeteiligung. „Die Öffentlichkeit ist aufgefordert, Bedenken vorzutragen“, so Gerdes. Das Beteiligungsverfahren zum aufgestellten Bebauungsplan laufe vom 9. November bis zum 8. Dezember 2017.

Wohnhäuser im Gewerbegebiet

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Pohl erkundigte sich nach den zwei Wohnhäusern in der Mitte des vorgesehenen Geländes, wonach das Gebiet nicht als Gewerbe-, sondern als Mischgebiet ausgewiesen werden müsse. Gerdes verneinte das und teilte mit, dass die Gemeinde Rhede das entsprechende Grundstück erworben habe. „Es ist jetzt nur der Aufstellungsbeschluss“, sagte Gerdes. „Über das Verfahren wird festgelegt, was an welcher Stelle machbar ist.“ Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) ergänzte: „Bewohner können sich melden und begründen. Dann kann man Änderungen vornehmen.“ Das Thema werde noch zwei weitere Male im Gemeinderat wie auch im Ausschuss behandelt und die Öffentlichkeit so entsprechend informiert werden.

Wie der stellvertretende Ratsvorsitzende Gerhard Husmann (CDU) ausführte, sei der Plan erst im Verwaltungs- wie auch im Bauausschuss einstimmig beschlossen – so nun auch im Gemeinderat. „Die Festsetzungen des Bebauungsplanes dienen der Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung dieser Planungsabsichten“, heißt es in einer Presseinformation zur Sitzung.

(Weiterlesen: Geiger-Gruppe zieht ins Rheder Gewerbegebiet an der A 31)

Gewerbegebiet A31 - Südlich L52 Quelle: Gemeinde Rhede • Grafik: NOZ/Heiner Wittwer


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