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Verlosung und Viehmarkt Rheder Markt geht mit Kamelrennen zu Ende

Von Jonas Brinker

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jbri Rhede. Der Rheder Markt ist mit dem traditionellen Kamelrennen zu Ende gegangen. Mehrere hundert Menschen waren auch schon zuvor bei einer große Verlosung und dem Viehmarkt mit über 200 Tieren dabei.

Mit drei Kamelen wurde auf dem Reitplatz des Rheder Marktes zunächst die Sieger in den Herren- und Damenrennen ausgefochten. In einem anschließenden Finale zwischen den Siegern der Herren- und Damenrennen konnte schließlich Jürgen Gerdes aus Oberlangen als Sieger hervorgehen. „Mir zittern noch die Beine“, berichtete Gerdes erschöpft, aber glücklich im Gespräch mit unserer Redaktion. „Es war richtig anstrengend.“ Zwar habe Gerdes schon viele Pferde geritten - er besitzt selbst einen Reiterhof -, aber auf einem Kamel hat er noch nie gesessen. „Die sind viel sturer“, sagt der Gewinner im Vergleich von Kamelen zu Pferden.

Der Rheder Vieh- und Pferdemarkt begann bereits am frühen Montagmorgen. Auf dem nach Angaben der Veranstalter „größte Pferdemarkt Norddeutschlands“ sind mehr als 150 Pferde zum Verkauf angeboten worden. Darüber hinaus konnten auch Lamas, Esel, Schafe, Ziegen, Kühe, Hühner, Vögel und Kaninchen erworben werden.

Pferdverkauf per Handschlag

Die Verkäufe der Pferde gehen dabei noch ganz traditionell per Handschlag über die Bühne. „Wenn die Preise passen, werde ich wohl noch zuschlagen“, berichtete Robert Nieland aus Bad Bentheim im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Pferdehändler kommt schon seit über sieben Jahren jährlich nach Rhede, „immer auf Einladung von Bürgermeister Gerd Conens.“ Für die Pferde auf dem Rheder Viehmarkt können zwischen 100 und 2000 Euro durchaus verlangt werden, so Nieland weiter. Seine Taktik beim Kaufen: „Lange warten. Am Anfang sind die Pferde noch teuer, die Preise fallen aber, je später es wird.“

Neben den Verkäufen konnten die Besucher des Marktes auch auf ihr Glück hoffen. Bei einer Verlosung wurden rund 25 Preise ausgelobt. Mit dabei waren unter anderem vier halbe Schweine, Präsentkörbe, eine Bierzapfanlage, Eierkörbe mit frischen Eiern oder auch 33 Wochen lang frische Brötchen von einer lokalen Bäckerei. Gesponsert wurden die Gewinne von lokalen Rheder Unternehmen. „Das ist es, was Rhede stark macht – der Zusammenhalt zwischen den Menschen“, freute sich Rhedes Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) über die vielen Sponsoren.

Aschendorfer gewinnt Hauptpreis

Mehr als 750 Lose wurden von den den Organisatoren der Gemeinde Rhede und des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) verkauft. Den Hauptgewinn, ein Wochenende für zwei Personen auf Borkum, sicherte sich Hermann-Josef Abeln aus Aschendorf. Die fünfjährige Mia hat als Glücksfee seine Losnummer, die 400, gezogen. „Ich bin seit 15 Jahren auf dem Rheder Markt und habe noch nie was gewonnen“, so Abeln.


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