Investition von drei Millionen Euro Geiger-Gruppe zieht ins Rheder Gewerbegebiet an der A 31

Die Erdarbeiten für den neuen Betriebsmittelpunkt der Geiger-Unternehmensgruppe aus Rhede sind bereits angelaufen. Vor Ort informierten die Inhaber Johannes und Martina Geiger sowie Generalunternehmer Severin Santen (rechts) über die Planungen des Umzugs in das Gewerbegebiet an der A 31. Foto: Christian BellingDie Erdarbeiten für den neuen Betriebsmittelpunkt der Geiger-Unternehmensgruppe aus Rhede sind bereits angelaufen. Vor Ort informierten die Inhaber Johannes und Martina Geiger sowie Generalunternehmer Severin Santen (rechts) über die Planungen des Umzugs in das Gewerbegebiet an der A 31. Foto: Christian Belling

Rhede. Die Geiger-Unternehmensgruppe aus Rhede verlagert ihren Hauptstandort vom Pyrkensweg in das Gewerbegebiet an der Autobahn 31. Die Inhaber Johannes und Martina Geiger investieren dabei rund drei Millionen Euro.

„Uns wird es an unserem Heimatstandort einfach zu eng und Erweiterungsmöglichkeiten sind hier nicht gegeben“, erklärt der 39-jährige Landwirtschaftsmeister die Gründe für den Umzug. Allzu weit entfernt vom Pyrkensweg ist der neue Betriebsmittelpunkt, der sich in Sichtweite befindet, allerdings nicht. „Das war uns auch wichtig, schließlich werden auch weiterhin am alten Standort Arbeiten erledigt“, so Geiger.

Gruppe besteht aus 17 Einzelunternehmen

Nach seinen Worten besteht die Unternehmensgruppe aktuell aus 17 Einzelunternehmen, die auf mehrere Standorte vornehmlich in Niedersachsen aufgeteilt sind. Neben den Hauptbereichen der Ferkelerzeugung und Schweinemast wird laut Geiger ebenfalls Ackerbau betrieben. Zudem wurden Betriebe in den Bereichen Bio und regenerative Energien, der Logistik sowie der Vermietung und Verpachtung von Wohn- und Gewerbeimmobilien gegründet. Mit den Tiertransporten agiert die Unternehmensgruppe mit eigenem Fuhrpark auch auf internationalem Parkett. Zudem werden darüber hinaus Gülle- und Gärreste vermittelt.

Anzahl der Mitarbeiter verdreifacht

„Wir kommen aus der Landwirtschaft und haben uns immer weiter entwickelt“, berichtet der Rheder im Gespräch mit unserer Redaktion. Mit Anzahl der Mitarbeiter hat sich Geiger zufolge in den vergangenen vier Jahre auf aktuell 45 Beschäftigte verdreifacht. „Und die Tendenz ist weiter steigend.“

Drei Bauabschnitte geplant

Für die Schaffung eines neuen Betriebsmittelpunktes an der Ottostraße im Gewerbegebiet hat das Unternehmerpaar eine Fläche von rund zwei Hektar von der Gemeinde erworben. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen im Rathaus waren gut“, lobt Geiger die Verwaltung. Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) gab dies zurück. „Wir sind froh über die Entwicklung des Betriebes, der klein im Rhederfeld anfing und nun europaweit agiert.“ Im Rat habe Einigkeit bestanden, dass ein geeigneter Platz im Gewerbegebiet gefunden werden müsse. „Das haben wir geschafft“, so Conens. Nach seinen Worten sind noch einige wenige Grundstücke im Gewerbegebiet verfügbar. Die Planungen für eine Erweiterung laufen auf Hochtouren.

Öffentliche LKW-Waschanlage

Für die Realisierung des neuen Standortes der Geiger-Gruppe sind die Erdarbeiten bereits angelaufen. In einem ersten Schritt ist die Errichtung einer Palettenlagerhalle von 25 mal 30 Metern geplant. Direkt daneben soll im Anschluss eine Maschinenhalle von 30 mal 60 Metern entstehen. Der dritte und letzte Bauabschnitt sieht die Schaffung eines Verwaltungsgebäudes mit angegliederter Nutzfahrzeugwerkstatt sowie einer öffentlichen LKW-Waschanlage vor. Diese soll laut Geiger vier Waschstraßen umfassen. Auch Viehtransporter sollen dort gereinigt werden können. „So etwas gibt es in einem Umkreis von 100 Kilometern nicht“, betont der 39-Jährige. Das gesamte Bauvorhaben soll nach seinen Worten im Spätsommer 2018 abgeschlossen sein. Der neue Standort stellt dem Unternehmer zufolge noch weitere Reserven bereit. „Dies ist entsprechend so ausgelegt, damit wir weiter wachsen können.“

Bauunternehmer hat „Auftrag direkt vor Ort“

Umgesetzt wird das Bauprojekt von der Schwarte Bau GmbH aus Brual, die aktuell auch ihren neuen Standort im Gewerbegebiet an der A 31 errichtet. „Für uns ist es natürlich wichtig, einen Auftrag direkt vor Ort zu haben“, macht Geschäftsführer Severin Santen deutlich. Für ihn stellt die Ansiedlung der Unternehmensgruppe eine Bereicherung für das gesamte Gewerbegebiet dar. Santen zeigt sich optimistisch, den avisierten Zeitplan einhalten zu können. „Gefühlt sind wir jeden zweiten Tag in Kontakt und tauschen uns aus.“


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