Dr. Oukhai übernimmt Praxis Neuer Allgemeinmediziner in Rhede niedergelassen

Von Jonas Brinker

Offiziell als neuer Arzt in Rhede begrüßt wurde Dr. Faicel Oukhai (Mitte) von Günter Terfehr (links) und Gerd Conens (rechts). Foto: Jonas BrinkerOffiziell als neuer Arzt in Rhede begrüßt wurde Dr. Faicel Oukhai (Mitte) von Günter Terfehr (links) und Gerd Conens (rechts). Foto: Jonas Brinker

jbri Rhede. Die Gemeinde Rhede hat mit Dr. Faicel Oukhai einen neuen Allgemeinmediziner. Er hat die Praxis des verstorbenen Dr. Martin Kern übernommen.

Seit Anfang Juni war Oukhai als Vertretungsarzt in der Praxis tätig. Die Kassenärztliche Vereinigung hat nun aber Oukhai als niedergelassen Arzt zugelassen. „Wir sind sehr froh, dass wir schnell einen Allgemeinmediziner finden konnten“, sagte Rhedes Bürgermeister Gerd Conens während der offiziellen Begrüßung. „Ein Arzt ist sehr wichtig für unsere Gemeinde.“

Seit 2010 in Deutschland

Auch der Vorsitzende des Vereins für Handel, Handwerk und Gewebe (HHG), Günter Terfehr, freute sich über den Zuzug. „Es ist ein Hauptgewinn, dass wir die Lücke in der ärztlichen Versorgung gar nicht erst entstehen lassen haben“, so Terfehr.

Oukhai stammt aus Tunesien und hat dort sein Medizinstudium absolviert. 2010 kam er nach Deutschland, um seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin anzutreten. Zudem bildet er sich zum Facharzt für Kardiologie und zur Bluthochdrucktherapie weiter. So führt er bereits Ultraschalluntersuchungen in den Bereichen Bauch, Herz, Schilddrüse, Halsgefäße, Prostata und Weichteilgeweben durch.

Oukhai beherrscht acht Sprachen

„Ich beabsichtige aber auch, die Schlafdiagnostik in Rhede einzuführen“, erklärte der 41-Jährige. Dabei sollen Patienten Geräte zur Überwachung des Schlafes direkt mit nach Hause bekommen – anders als bei einem Schlaflabor, in dem die Patienten stationär überwacht werden. In seiner Praxis hat er bereits einiges investiert. Neben einem neuen Ultraschallmessgerät hat er auch Langzeit-EKG-Geräte angeschafft.

Der Vater von zwei Kindern spricht acht Sprachen, darunter Englisch, Arabisch, Polnisch und Tunesisch. „Es kommen sogar einige Patienten aus Papenburg hierher, weil sie nur polnisch verstehen“, berichtete Oukhai. Lediglich mit der plattdeutschen Sprache tue er sich noch schwer. „Mit Plattdeutsch fange ich gerade erst an, aber ich lerne jeden Tag etwas dazu“, schmunzelte er.