50-jähriges Vereinsbestehen SV Eintracht Brual ehrt Gründungsmitglieder


Brual. Mit mehr als 300 Gästen haben die Mitglieder des SV Eintracht Brual das 50-jährige Bestehen ihres Sportvereins gefeiert. Im Rahmen des Festaktes wurden mehrere Gründungsmitglieder geehrt.

Vorsitzender Hermann Dickebohm und sein Stellvertreter Thomas Rave zeichneten die Vereinsgründer Clemens Bernemann, Gerd Rolfes, Heinz Telgen, Herbert Schoe, Hermann Telgen, Bernhard Cordes, Ludwig Wotte, Hans-Georg Herrmann, Hans Dickebohm, Bernd Poelmann und Heinz Schulte aus. Während der Jubiläumsfeier sprach Dickebohm überdies seinen Dank allen Männern und Frauen aus, die sich seit der Gründung ehrenamtlich eingebracht haben. „Neben denen für den Sportbetrieb, aktuell in Fußball und Gymnastik, waren es auch Tausende von Stunden, die in Baumaßnahmen investiert wurden.“ Der Vorsitzende sagte vor über 320 Anwesenden, dass man vor denen, die mehrere Hundert Stunden ehrenamtlich tätig waren, um die Sportanlage, auf der es heute an nichts fehle, zu einem Schmuckstück zu machen, tief den Hut ziehen müsse.

Ärmel hoch aufgekrempelt

Schon bei der Errichtung des ersten Fußballplatzes auf dem heutigen Vereinsgelände hätten Mitglieder und Freunde des Vereins die Ärmel ganz hoch aufgekrempelt. Dickebohm erinnerte daran, dass begünstigt durch Arbeiten am Deich der anfallende Mutterboden aus den Deichresten durch Eigenarbeit aufgefahren wurde. „Für die Spieler stellte die neue Anlage eine erhebliche Verbesserung dar. Im Gegensatz zu dem zuvor genutzten Platz in der Siedlung hat man fortan auf ebenem Rasen das Fußballspiel pflegen können.“ Auch das Clubhaus sei Schritt für Schritt mit dem Blick für das Machbare mehrere Male, zuletzt zwischen 1994 und 1997, erweitert worden. Ausschließlich in Eigenarbeit wurde die Flutlichtanlage 1974 errichtet und zwei Jahre später der Nebenplatz angelegt, so der Vorsitzende weiter. Mithilfe der Gemeinde Rhede habe die Sportanlage zum Jubiläum optisch aufgewertet werden können. Durch die Anschaffung einer Fotovoltaik-Anlage und mithilfe der Bandenwerbungspartner sei der SV Eintracht über Jahre abgesichert, betonte der Vorsitzende beim Blick auf die Festgäste.

Erinnerungen des Ehrenvorsitzenden

Unter denen waren aus den eigenen Reihen der Ehrenvorsitzende Hans-Georg Herrmann, die Ehrenratsmitglieder Heinz Schulte und Gerd Rolfes sowie die Ehrenmitglieder Hermann Becker, Heinrich Santjer und Franz Englisch sowie Clemens Bernemann. Gründungsvorsitzender Bernemann erinnerte in einem Grußwort an die erste C-Juniorenmannschaft, die jedes Spiel zweitstellig gewann und die Damen-Tischtennis-Mannschaft. „Sie verlor zwar jedes Spiel, ohne auch nur einen Punkt zu machen, siegte aber moralisch.“ Die erste Herrenmannschaft habe gegen den Zweiten Eintracht Neulangen 0:1 und gegen Meister SV Langen nur 0:3 verloren. Die nur knappe Niederlage gegen SV Langen, der 203 Tore in 28 Spielen geschossen habe, sei in jenem Spieljahr, dem ersten der Eintracht, eine Sensation gewesen. Darüber hinaus erinnerte der Gründer an die Teilnahme von Eintrachtlern an einem Crosslauf in Tunxdorf und die Errichtung des ersten Platzes auf der heutigen Anlage. „Diese wenigen Beispiele zeigen, mit welcher Freude und Kraft der Verein ins Leben trat.“ Den heutigen Verantwortlichen bescheinigte Bernemann, dem SV Eintracht eine gute Zukunft zu geben.

„Gut funktionierendes Getriebe“

Ortsbürgermeisterin Adele Telgen (CDU) zufolge bedeutet 50 Jahre SV Eintracht Brual, dass Vorstände und Mitglieder stets wertvolle Arbeit geleistet hätten zum Wohle der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Durch engagierten persönlichen Einsatz sei es gelungen, das sportliche Angebot vielfältig zu gestalten. Telgen, die vorab im Namen des Ortsrates dem Vorstand einen Scheck über 300 Euro für das Demo-Training der Werder-Fußballschule im Rahmen des Jubiläums überreicht hatte, bezeichnete den Sportverein als ein gut funktionierendes Getriebe, in dem Vorstand, Betreuer, Helfer und Fangemeinde eine optimale Motorleistung ergeben. Die ehrenamtliche Arbeit sei für den Verein, aber auch für das ganze Dorf unentbehrlich.

Grußworte sprachen auch der Vize-Präsident des Kreissportbundes Emsland, Hermann Wilkens, der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes Emsland, Hubert Börger, der Kreistagsabgeordnete Gerd Husmann (CDU) für den Landkreis Emsland, Rhedes Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) und Klaus Dickebohm, der die Glückwünsche der örtlichen Vereine überbrachte. Gratulanten waren auch Vertreter der Nachbarvereine SuS Rhede, SV Neurhede, SV Herbrum, TuS Aschendorf, SV Tunxdorf-Nenndorf und Heidjer SV.


0 Kommentare