Tiemo Wölken zu Gast in Rhede EU-Fördermittel: SPD-Politiker stellt Erleichterung in Aussicht

In Rhede wurde Tiemo Wölken (Vierter von links) von Alicia Klahsen, Wilhelm Santen, Gerd Husmann, Gerd Conens und Hermann-Josef Gerdes (von links) empfangen. Foto: Gemeinde RhedeIn Rhede wurde Tiemo Wölken (Vierter von links) von Alicia Klahsen, Wilhelm Santen, Gerd Husmann, Gerd Conens und Hermann-Josef Gerdes (von links) empfangen. Foto: Gemeinde Rhede

Rhede. Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken hat bei einem Besuch in Rhede Erleichterungen bei den Verfahren um EU-Fördermittel in Aussicht gestellt. Wölken, der im Dezember 2016 in das Europäische Parlament nachgerückt war, hatte Rhede im Rahmen seiner Sommertour besucht.

Ein zentrales Thema sei das aufwendige und komplizierte Verfahren bei EU-Fördermitteln gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung der Einheitsgemeinde. „Dieses Problem ist uns bewusst“, sagte Wölken.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wurde der Sozialdemokrat im Rathaus von Bürgermeister Gerd Conens (parteilos), den stellvertretenden Bürgermeistern Gerd Husmann (CDU) und Wilhelm Santen (CDU), dem stellvertreten SPD-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Joachim Hübner, und Kämmerer Hermann-Josef Gerdes zu einem Informations- und Meinungsaustausch empfangen.

„Ich freue mich über jede Gelegenheit, die Städte und Gemeinden zwischen Weser uns Ems noch besser kennenzulernen und Europa ein Gesicht zu geben,“ sagte Wölken, der erstmalig zu Gast in der Emsgemeinde war.

Großes Interesse brachte er der Ludgerusschule entgegen. An der Europaschule findet durch den wöchentlichen Austausch von Lehrern und Schülern mit dem Dollard-Kollege in Bellingwedde regelmäßig Unterricht über die Staatsgrenzen hinweg statt. Weiter unterstützt die Gemeinde Rhede nach eigenen Angaben als eine der wenigen Kommunen in der Grenzregion das Projekt „NTC Nederlandse Taal en Cultuur“, bei dem in der Ludgerusschule spezielle Unterrichtsstunden für niederländische Schüler in niederländischer Sprache zu Brauchtum und Sitten abgehalten werden. „Immer, wenn wir über Europa reden, reden wir ganz besonders über unsere Schule“, sagte Conens und bezeichnete die Grund- und Oberschule mit 300 Schülern als Aushängeschild der Gemeinde.

Wölken erfuhr zudem, dass die kleinste emsländische Einheitsgemeinde hinsichtlich Windenergie bereits seit 20 Jahren bestens aufgestellt sei und achtmal so viel Energie produziert wie sie verbraucht. „Das ist das Ergebnis von Weitsicht und gutem Miteinander“, betonte Conens.

Als Mitglied des Haushaltsausschusses im Europäischen Parlament berichtete Wölken über die Tendenzen und Hintergründe bei der Bereitstellung von Fördertöpfen. Da die Ems auch in Rhede ein großes Thema ist, informierte er über „International Ocean-Governance“, dem Initiativbericht für sichere, saubere und nachhaltig bewirtschaftete Ozeane, an dem er zurzeit arbeite.


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