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18.06.2017, 16:51 Uhr KOMMENTAR

Neue Ärzte in Rhede in jeder Hinsicht überlebenswichtig

Kommentar von Christian Belling

Startet am 1. Juli in Rhede: Der Mediziner Faicel Oukhai, der die Praxis des im April verstorbenen Hausarztes Martin Kern übernimmt. Foto: Sammlung OukhaiStartet am 1. Juli in Rhede: Der Mediziner Faicel Oukhai, der die Praxis des im April verstorbenen Hausarztes Martin Kern übernimmt. Foto: Sammlung Oukhai

Rhede. Mit weiteren Ärzten, die sich in den kommenden Wochen in Rhede niederlassen, scheint die medizinische Versorgung in der Emsgemeinde gesichert. Nach Ansicht unseres Kommentators in jeder Hinsicht überlebenswichtig.

In der Gemeinde Rhede vollzieht sich aktuell im medizinischen Bereich Außergewöhnliches. Binnen weniger Wochen wurden vakante Praxen besetzt und Nachfolgeregelungen gefunden.

Im ländlichen Bereich ist dies keineswegs selbstverständlich. Vielerorts wollen sich keine Mediziner niederlassen und unter den Kommunen herrscht Konkurrenzkampf um die Ärzte.

Erst vor gut zwei Monaten musste die Gemeinde Dörpen eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Trotz unterschriebener Förderrichtlinie, entschied sich ein angehender Allgemeinmediziner gegen einen Verbleib in der Emsgemeinde. Er teilte der Gemeinde mit, dass er aus persönlichen Gründen nun in Sögel praktizieren will.

Es ist nicht allein die medizinische Versorgung, um die sich die Kommunen sorgen. Rhedes Bürgermeister Gerd Conens hat recht, wenn er sagt, dass dies Vieles nach sich ziehe. Welcher Bauwillige oder potenzieller Familiengründer lässt sich schon in einem Ort nieder, in dem die Ärzte fehlen? Von daher sind neue Mediziner in jeder Hinsicht überlebenswichtig – nicht nur für Rhede.