Goethe-Universität zeigt Interesse Rheder Jugendprojekt strahlt bis nach Frankfurt aus

Von Christian Belling

Die Puzzleteile im Sinne der Jugendarbeit in Rhede richtig zusammensetzen: Daran arbeiten aktuell (von links) Gemeindekämmerer Hermann-Josef Gerdes, Bürgermeister Gerd Conens, Rektor Otto Büning, Sozialpädagogin Sabine Thien, Pfarrer Frank Rosemann und Gerhard Husmann, Vorsitzender des Fördervereins der Ludgerusschule. Foto/Archiv: Gemeinde RhedeDie Puzzleteile im Sinne der Jugendarbeit in Rhede richtig zusammensetzen: Daran arbeiten aktuell (von links) Gemeindekämmerer Hermann-Josef Gerdes, Bürgermeister Gerd Conens, Rektor Otto Büning, Sozialpädagogin Sabine Thien, Pfarrer Frank Rosemann und Gerhard Husmann, Vorsitzender des Fördervereins der Ludgerusschule. Foto/Archiv: Gemeinde Rhede

Rhede. Erste Erfolge weist das im vergangenen September angelaufene Projekt „Jugendarbeit Rhede“ auf. Wie Sozialpädagogin Sabine Thien auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitteilte, zeigt die Goethe-Universität in Frankfurt am Main Interesse an dem Projekt.

„Die Hochschule ist an den Ergebnissen des bundesweit einzigartigen Pilotprojektes sehr interessiert und möchte es begleiten“, so Thien. Dabei soll die Frage beantwortet werden, ob das Rheder Sozialraumpräventionskonzept umsetzbar ist für einzelne Stadtteile von Frankfurt. Auch von den Eltern in Rhede gibt es laut Thien positive Rückmeldungen.

Jugendarbeit miteinander verknüpfen

Im vergangenen Herbst bildete sich ein Team, das die gesamte Jugendarbeit in der Einheitsgemeinde in den Bereichen Kindergarten, Schule, Gemeinde und Kirche betreut. Außer Thien begleiten auch Otto Büning, Leiter der Ludgerusschule und Sozialpädagoge Dr. Edmund Bruns das Projekt, das zunächst auf zwei Jahre angelegt ist und von der Hochschule in Emden wissenschaftlich begleitet wird. Ziel ist es, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Rhede zu verbessern und bisher parallel laufende Aktivitäten zu verknüpfen.

Auch im Internet unterwegs

Wie Thien weiter ausführte, ist im vergangenen dreiviertel Jahr viel passiert. „Wir halten uns dort auf, wo die Kinder und Jugendlichen sind.“ Außer dem Angebot zur Jugendleiter-Ausbildung veranstaltete das Team unter anderem ein Kickerturnier, eine Karnevalsparty, eine Ostereiersuche, eine Schnitzeljagd einen Mädelsabend und eine Übernachtung im alten Pfarrhaus. Zudem wurden regelmäßige Sprechzeiten etabliert und Plattformen zur Kontaktaufnahme im Internet auf Facebook und Instagram eingerichtet. Thien: „So sind wir auch nach Feierabend erreichbar.“ Wichtig sei es dem Team, die Kinder bereits im jungen Alter zu betreuen und sie im weiteren Werdegang zu begleiten. So stehe man im ständigen Austausch mit Kindergarten und Schule.

Keller im Pfarrhaus wird renoviert

Aktuell in der Umsetzung befindet sich die Renovierung des Kellers im Pfarrhaus. „Dieser Jugendraum wird gewünscht und die Kirche stellte uns diesen zur Verfügung“, so die Sozialpädagogin. An der Gestaltung des Raumes beteiligen sich auch die Jugendlichen.

Bruns zufolge ist dieses Pilotprojekt einzigartig in Niedersachsen. „Vielerorts stützt sich die Jugendarbeit auf drei Säulen, die nicht immer zusammen arbeiten. So können Potenziale nicht vollständig ausgeschöpft werden.“

Schub für die Jugendarbeit

Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) lobte die bisherige Arbeit. „Wir haben einzigartiges auf dem Weg gebracht, dass bis nach Frankfurt ausstrahlt.“ Er erhofft sich von dem Projekt einen enormen Schub für die Jugendarbeit. „Angenehm ist dabei die unkomplizierte Umsetzung mit allen Beteiligten.“ Gezweifelt am Erfolg habe Conens nie: „Wir haben ein tolles Team und die richtigen Leute am Werk.“


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