CDU-Kreistagsfraktion besucht Witte Fehlender Nachwuchs bereitet Rheder Handwerkern Sorgen

Von Anna Heidtmann


heid Rhede. Die Nachwuchsprobleme und der daraus resultierende Fachkräftemangel bereiten auch dem Handwerk in Rhede Sorgen. Das wurde bei einem Besuch der CDU-Kreistagsfraktion bei der Firma Witte im Gewerbegebiet an der A 31 deutlich.

Insgesamt 108 junge Menschen habe das 1983 von Hermann und Marlies Witte gegründete Unternehmen bisher ausgebildet, erklärte Hendrik Witte bei der Vorstellung seines elterlichen Betriebes, der Leistungen rund um die Elektro-, Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs-, Fotovoltaik- sowie Klima- und Kältetechnik bietet.

„Unser größtes Problem ist der fehlende Nachwuchs“

Die in vier Fachbereiche gegliederte Firmengruppe beschäftigt aktuell 65 Mitarbeiter, 15 von ihnen erlernen einen der sechs angebotenen Berufe im handwerklichen sowie kaufmännischen Bereich. „Unser größtes Problem ist der fehlende Nachwuchs“, so Mitarbeiter Wolfgang Hockmann. Die Ursachen führte der Fotovoltaik-Experte darauf zurück, dass es immer schwieriger werde, ausbildungsfähige Lehrlinge mit den erforderlichen Vorkenntnissen zu bekommen. Hier stehe die Politik in der Verantwortung und müsse entsprechende Weichen stellen.

Akademische Laufbahn nicht immer der richtige Weg

Ein weiterer Grund, warum junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz der Industrie den Vorzug geben, ist nach Ansicht des Technikers das Image, das Handwerksberufe genießen. „Vielen ist nicht bewusst, dass wir moderne Betriebe sind und mit Hightech arbeiten“, so Hockmann. Dem stimmte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Bernd-Carsten Hiebing, zu. „Es ist am Ende ein Wettbewerb um die jungen Nachwuchskräfte“, betonte der Vorsitzende. Es sei daher die Aufgabe eines jeden Unternehmens, sich attraktiv zu machen. Zudem müsse sich das Bewusstsein in der Gesellschaft dahingehend ändern, dass nicht immer eine akademische Laufbahn der richtige Weg sei, sondern ein solider Handwerksberuf oftmals das bessere Fundament für eine gesicherte Zukunft eines jungen Menschen sei, ergänzte Hiebing.

Viele kleine Handwerksbetriebe

Zur Wirtschaftskraft der 4500 Einwohner zählenden Einheitsgemeinde Rhede tragen laut des stellvertretenden Bürgermeisters und Kreistagsabgeordneten Gerhard Husmann viele kleinere Handwerksbetriebe sowie das an der Autobahn 31 gelegene Ems-Dollart-Zentrum (EDZ) mit insgesamt 1200 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bei. „Das kann sich sehen lassen“, betonte Husmann und ergänzte, dass es für den Erhalt der dörflichen Gemeinschaften in den kleineren Mitgliedsgemeinden von großer Bedeutung sei, Strukturen zu erhalten, weiterzuentwickeln und zu verbessern.


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