Kooperation nach Fusion Rhede will Zusammenarbeit mit Westerwolde fortsetzen

Von Anna Heidtmann

Über die Arbeit der „Wachstumsregion Ems-Achse“ berichtete der Geschäftsführer Dirk Lüerßen (2. v.l.). bei der Sitzung des grenzüberschreitenden Ausschusses in Rhede. Für seine Ausführungen bedankten sich v. l. Bürgermeister Gerd Conens, Janneke Snijder und Gerd Husmann. Foto: Anna HeidtmannÜber die Arbeit der „Wachstumsregion Ems-Achse“ berichtete der Geschäftsführer Dirk Lüerßen (2. v.l.). bei der Sitzung des grenzüberschreitenden Ausschusses in Rhede. Für seine Ausführungen bedankten sich v. l. Bürgermeister Gerd Conens, Janneke Snijder und Gerd Husmann. Foto: Anna Heidtmann

heid Rhede. Die Gemeinde Rhede will die Zusammenarbeit mit der niederländischen Nachbargemeinde Westerwolde fortsetzen. Darin waren sich die Teilnehmer bei der Sitzung des Ausschusses für Schule und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rathaus in Rhede einig.

Zunächst bestand seit 1979 eine enge Partnerschaft mit der Gemeinde Bellingwedde, die sich ab Januar 2018 mit der Gemeinde Vlagtwedde zur neuen Kommune Westerwolde zusammenschließt. „Es wird eine neue Situation entstehen“, erklärte Bellingweddes Bürgermeisterin Janneke Snijder. Da zwischen der Gemeinde Vlagtwedde und der Stadt Haren ebenfalls eine Städtepartnerschaft besteht, bekommt Westerwolde zwei Partnergemeinden. Es muss nach den Worten von Snijder daher gegebenenfalls neu darüber verhandelt werden, wie die grenzübergreifenden Beziehungen in Zukunft gepflegt werden können. „Allein aus Verantwortung unseren Bürgern gegenüber ist es wichtig, dass es weitergeht“, betonte die Bürgermeisterin. Gerd Husmann, Vorsitzender des Rheder Ausschusses, merkte an: „Wir müssen nur aufpassen, dass die Bürgernähe nicht verloren geht“.

Erstmalige Friedenswoche ein gemeinsamer Erfolg

Als einen Erfolg der grenzüberschreitenden Aktivitäten wertete Marita Schade die Beteiligung an der 2016 erstmals gemeinsam veranstalteten Friedenswoche. Die Planungen für eine erneute Auflage im September sind ihr zufolge bereits in vollem Gang. Die Schulleiter Otto Büning von der Ludgerusschule Rhede und Dineke Staalstra vom Dollard College Bellingwolde berichteten von den positiven Erfahrungen des gemeinsam veranstalteten Schüleraustauschs mit einer Partnerschule in Rhede. Beschlossen wurde auf der Sitzung, dass der NTC- (Nederlandse Taal en Cultuur) Unterricht auch im kommenden Schuljahr an der Ludgerusschule erteilt wird.

Verein Wachstumsregion Ems-Achse stellte seine Arbeit vor

Über die Arbeit des Vereins „Wachstumsregion Ems-Achse“ referierte Geschäftsführer Dirk Lüerßen. Seit 2006 macht es sich der Zusammenschluss von Unternehmen, Kommunen und Verbänden zur Aufgabe, den Wirtschaftsraum in der Region Ostfriesland-Emsland-Grafschaft Bentheim voranzubringen. Zu seinen Kernthemen gehört unter anderem die Unterstützung von Unternehmen bei der Bewältigung des Fachkräftemangels. Um Fach- und Führungskräfte für die Region zu gewinnen, ist der Verein auf rund 25 Jobmessen pro Jahr vertreten. „Dort wollen wir den Besuchern zeigen, dass es sich hier nicht nur gut leben lässt, sondern dass wir auch Top-Arbeitgeber haben“, erklärte Lüerßen. Das Herz der Wirtschaft seien nicht die großen Unternehmen, sondern vor allem die kleinen und mittelständischen Betriebe. Diese seien allein meist nicht in der Lage, sich auf großen Messen zu präsentieren. Neben dem Stellenportal „Jobachse“, das jedes Unternehmen aus der Region nutzen kann, gibt es ein Bewerberportal, wo sich Stellensuchende registrieren lassen können.


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