Neues Freizeitangebot Werkstatt für Flüchtlinge in Rhede geplant

Von Lea Becker

An der Kirchstraße 3 in Rhede soll ein neues Freizeitangebot für Flüchtlinge entstehen. Foto: Lea BeckerAn der Kirchstraße 3 in Rhede soll ein neues Freizeitangebot für Flüchtlinge entstehen. Foto: Lea Becker

Rhede. In Rhede soll ein neues Freizeitangebot für Flüchtlinge entstehen. Im Mittelpunkt steht dabei nach Angaben von Ratsherr Joachim Hübner eine Werkstatt. Desweiteren soll es einen Gemeinschaftsraum und eine Möglichkeit zum Weben geben.

„Es soll ein Treffpunkt für Flüchtlinge und Einheimische werden, wo sie sich bei Reparaturarbeiten gegenseitig helfen können“, erklärte Hübner. Viele Flüchtlinge hätten keine Möglichkeiten und kein Werkzeug, um etwas zu reparieren. Zudem sollen die Räume in der ehemaligen Dorfschenke (Kirchstraße 3) einen Ort zum Erzählen, Klönen, Nähen und Deutschlernen – abseits des offiziellen Sprachunterrichts – bieten. Das Landwirtschaftsmuseum stellt einen Webstuhl zur Verfügung. „Unter den Flüchtlingen ist eine Frau, die das Ding auch bedienen kann“, berichtete der Ratsherr. Die hauswirtschaftlichen Angebote seien von den Flüchtlingen bisher gut angenommen worden.

Die Besucher sollen aber auch selber bestimmen, was sie in den Räumlichkeiten machen wollen. „Eine Stätte der Begegnung soll auch eine Stätte der gemeinsamen Entscheidung sein“, erklärte Hübner. Die Räume würden viele Möglichkeiten bieten. Zunächst ginge es aber darum, Menschen für das Projekt zu begeistert. „Die ehrenamtlichen Helfer und die Flüchtlinge selbst müssen informiert werden“, sagte Hübner.

Anfang Juni soll mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden. Diese belaufen sich laut Hübner auf Schönheitsreparaturen. „Da muss ein bisschen Farbe an die Wand“, sagte der Ratsherr. Der Putz müsse teilweise ausgebessert werden und eine Grundreinigung sei nötig. Hierfür ist Hübner noch auf der Suche nach Helfern. Zudem müssten Möbel und Werkzeug angeschafft werden.

Finanziert wirdl das Projekt durch Fördermittel des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung. Das Programm „500 LandInitiativen“ unterstützt Maßnahmen, die sich für die nachhaltige Integration geflüchteter Menschen im ländlichen Raum einsetzen. Die Gemeinde Rhede erhält Hübner zufolge rund 4000 Euro für das geplante Projekt. Rund 50 Flüchtlinge leben nach Angaben von Bürgermeister Gerhard Conens derzeit in Rhede.


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