Neuheiten zur Spielwarenmesse Dino Cars aus Rhede meldet Gokart-Antrieb zum Patent an


Rhede. Der Gokart-Hersteller Dino Cars aus Rhede-Brual fährt optimistisch zur Spielwarenmesse nach Nürnberg. Vom 1. bis zum 6. Februar gehen die Emsländer mit vielversprechenden Neuheiten auf die Suche nach neuen Händlern.

Matthias Evers klingt zufrieden und selbstbewusst. Stets zweistellige Wachstumsraten habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren erwirtschaftet, sagt der Dino-Cars-Geschäftsführer. Das Geschäft mit Gokarts und anderen Tretfahrzeugen scheint zu laufen. Oder vielmehr zu rollen. Auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg wollen die Rheder aber weiter kräftig in die Pedalen hauen. Evers möchte sowohl im In- als auch im Ausland das Händlernetz ausbauen. Nach dem Hauptmarkt Deutschland hätten die Emsländer zuletzt vor allem in Großbritannien gute Zahlen verbucht. Rückläufige Absätze wegen des Brexits befürchtet Evers nicht.

Neuer Antrieb zum Patent angemeldet

Als Neuheit präsentieren die Rheder in Nürnberg einen innovativen Antrieb: BF1. Die Abkürzung steht für Bremsfreilauf mit Rücktrittbremse und Rückwärtsgang. Ein intelligentes System: Betätigt der Fahrer im Vorwärtsfahren den Rücktritt, dann bremst das Fahrzeug. Steht das Gokart hingegen, bewirkt das Rückwärtstreten ein Rückwärtsfahren – ohne dass irgendetwas umgestellt werden müsste. „Diese Technik haben wir zum Patent angemeldet“, erklärt Vertriebsleiter Volker Sickler. Als neues Fahrzeug präsentiert Dino Cars in Nürnberg den „Twin F“: ein Zweisitzer-Gokart mit nebeneinanderliegenden Sitzen. Quasi so etwas wie ein Tretboot auf dem Trockenen. Wer bereits ein Dino Car besitzt, kann es mit neuem Zubehör aufrüsten. Etwa mit einer Seilwinde zum Abschleppen, einer Transportbox oder einem Zusatzsitz mit Kippschutz.

Ärger über die Spielwarenmesse

Die Spielwarenmesse in Nürnberg dauert zum letzten Mal sechs Tage. Im kommenden Jahr werden es nur noch fünf Tage sein. „Gott sei Dank“, findet Matthias Evers. Eine knappe Woche sei viel zu lang in Anbetracht der Besucherzahlen, meint der Dino-Cars-Geschäftsführer, der sich zudem über hohe Kosten und geringen Service ärgert. Die Messe sei in der jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß. Als Aussteller fühle er sich ausgenommen. Nicht einmal das WLAN sei inklusive.


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