Mit Bischof Franz-Josef Bode Dankhochamt für Thuiner Schwestern in Rhede

Von Anna Heidtmann

Anlässlich des 100-jährigen Wirkens der Thuiner Schwestern in Rhede feierte Bischof Franz-Josef Bode ein Festhochamt mit der Gemeinde. Links Pastor Walter Südhoff, rechts Pastor Heinrich BollmannAnlässlich des 100-jährigen Wirkens der Thuiner Schwestern in Rhede feierte Bischof Franz-Josef Bode ein Festhochamt mit der Gemeinde. Links Pastor Walter Südhoff, rechts Pastor Heinrich Bollmann

heid Rhede. Zum Dank für den 100-jährigen Einsatz der Thuiner Ordensschwestern in der Gemeinde Rhede hat Bischof Franz-Josef Bode am Sonntag ein Festhochamt mit der ganzen Gemeinde in der St. Nikolaus Kirche gefeiert. In seiner Festansprache ermutigte er die Gläubigen zu einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft, denn das Jubiläum ist überschattet von der bevorstehenden Auflösung des Konvents.

Das Wirken der Ordensschwestern in der Gemeinde Rhede sei eine Geschichte, wie sie häufig in dieser Weise im Bistum geschehen sei, sagte der Bischof. Aus einer kleinen Krankenstation, die drei Schwestern nach ihrer Ankunft kurz vor Weihnachten im Jahr 1916 gegründet haben, ist später ein Krankenhaus erwachsen. Nach dessen Schließung in den 1970er Jahren wurde daraus das Alten- und Pflegeheim St. Nikolaus Stift. Dort waren Schwester Bernharda (80) und Schwester Engelberta (78) bis zuletzt der gute Geist des Hauses. Nun aber setzen sich beide zur Ruhe. „Es ist ein Schmerz für diese Gemeinde und besonders für das St. Nikolaus Stift, wenn diese Schwestern, die bisher alles geprägt haben, nicht mehr da sind“, sagte der Bode. Gerade in unsicheren Zeiten sei es jedoch wichtig, den Hoffnungsbildern der Bibel zu vertrauen. Anfang Januar verabschieden sich die Thuiner Schwestern endgültig aus Rhede. Danach soll eine Gruppe indischer Schwestern ihre Nachfolge antreten. „Ich bin mir sicher, dass mit vereinten Kräften und Vernetzungen mit anderen Einrichtungen ein guter und tragfähiger Weg für das Nikolaus-Stift gefunden wird“, betonte der Bischof, denn sowohl die Gemeinde als auch das Bistum wollen nach seiner Aussage diese Zukunft. Wie der Bischof bedankte sich unter anderem auch Siegfried Lammers, Kuratoriumsmitglied des Alten- und Pflegeheims, für den Einsatz der Ordensschwestern in den vergangenen 100 Jahren. „Am liebsten möchten wir keine Änderung, aber vor dem Hintergrund des fehlenden Nachwuchses sind wir realistisch genug, um nachdenklich zu werden“, so der ehemalige Gemeindedirektor. Für ihre Ordensgemeinschaft sei jede Konventsauflösung ein tiefer Einschnitt, erklärte Provinzoberin Schwester Benedicta. Durch die geringer werdenden Zahlen der Ordensschwestern und die Altersstrukturen ließen sich Lücken nicht wieder schließen. Im Namen der Ordensgemeinschaft bedankte sich die Oberin für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, das Wohlwollen und die erfahrene Wertschätzung.


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