Nachmittag zum Kennenlernen Flüchtlinge und Helfer tauschen sich in Rhede aus


Rhede. Kennenlernen auf dem Bauernhof: So könnte das Motto des Treffens mit Flüchtlingen und Ehrenamtlichen in der Gemeinde Rhede auf dem Hof Emsauen gelautet haben. Rund 60 Personen waren zur Hofführung mit Kaffee und Kuchen gekommen.

Dabei musste gleich zwei Mal umdisponiert werden. Zum ersten wurde der Termin aus dem Sommer in den Oktober verlegt. „Wir hatten das ursprünglich während des Ramadan geplant“, erklärte Hofinhaber Kristian Lampen. Doch die Fastenzeit wäre aus seiner Sicht für die Neubürger ungeeignet gewesen. „Wenn wir Zusammenkommen, wollen wir auch gemeinsam was essen“, erklärte Lampen. Er hatte die Helfer auf seinen Milchviehbetrieb geladen, da hier viel Platz sei. „Das soll ein Nachmittag zum Kennenlernen in lockerer Runde werden.“

Die Umgebung mit Stall, Strohaufen und Traktoren in Groß sowie als Kinderspielzeuge lud auch zum Toben ein. „Hier spielen deutsche und Flüchtlingskinder zusammen“, freute sich Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) und ergänzte: „Wenn wir alle so gut mit einander auskommen, wie die Kinder, dürften wir keine Probleme haben.“

Hofführung trotz Sprachbarrieren

Auch beim Weg zum Hof musste umdisponiert werden. „Eigentlich wollten wir gemeinsam dahin laufen“, sagte Bürgermeister Conens. Da Regen drohte, habe sich schnell für Fahrgemeinschaften entschieden. Das schlechte Wetter blieb allerdings aus. Ein wenig schwierig aufgrund der Sprachbarrieren, gestaltete sich die Hofführung. Lampen erwähnte dabei, dass der Hof vor mehr als 40 Jahren aus der Ortschaft ins Deichland gezogen war und sich vor rund zehn Jahren auf ökologische Standards spezialisiert habe. Das würde dem Milchviehbetrieb bei den umkämpften Milchpreisen gut tun.


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