Jens Gieseke besucht Rheder EDZ Familie und Beruf sollen besser vereinbart werden

Von Jennifer Kemker

Einen Besuch im Ems-Dollart-Zentrum (EDZ) stattete CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke (Dritter von links) ab. Er führte eine Gesräch mit (von links) Otto Büning, Gerd Husmann, Günter Terfehr, Sabine Loth und Bürgermeister Gerd Conens.

            
 Foto: Jennifer KemkerEinen Besuch im Ems-Dollart-Zentrum (EDZ) stattete CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke (Dritter von links) ab. Er führte eine Gesräch mit (von links) Otto Büning, Gerd Husmann, Günter Terfehr, Sabine Loth und Bürgermeister Gerd Conens. Foto: Jennifer Kemker

Rhede. Für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke bei einem Besuch im Ems-Dollart-Zentrum (EDZ) in Rhede ausgesprochen.

Er traf sich dort mit den lokalen Politikern, dem Schulleiter der Ludgerusschule, Otto Büning, und Bauunternehmer Günter Terfehr. Dieser machte deutlich, dass es ihm sehr wichtig sei, mehr Frauen einzustellen und die Vereinbarkeit von Kindern und Arbeit besser zu kombinieren. „Frauen sind in vielen Dingen einfach flexibler“, so Terfehr. „Wo Männer gleich einen Babysitter engagieren würden, takten Frauen ihren Tagesablauf einfach effektiver.“ Er mache sich dafür stark, dass das Arbeitsleben, auch im Handwerk, geprägt von der Familie bleibe. Obwohl der Handwerksberuf traditionell von Männern dominiert werde, gibt es laut Terfehr heute auch Frauen, die dort in leitenden Positionen tätig sind.

Dieser Einstellung schloss sich Gieseke an. Dennoch halte er wenig von einer festgeschrieben Quote. „Effektiver ist es, wenn der Staat so wenig wie möglich regulierend eingreift“, sagte er. „Es ist besser, wenn es sich, wie in ihrem Unternehmen, so ergibt und organisiert werden kann.“ Flexible Arbeitszeiten oder ein Homeoffice würden auch zur Vereinbarkeit beitragen.

Als eine Konsequenz wünsche sich Tefehr mehr Betriebskindergärten oder Betreuungsmöglichkeiten vor Ort, wie es beispielsweise bei der Meyer Werft in Papenburg angeboten werde. „An einer Lösung für dieses Problem müssen wir als Kommune gemeinsam arbeiten“, sagte Bürgermeister Gerd Conens.

Als weiteres wichtiges Thema stellte sich der private und geschäftliche Austausch über die Grenzen hinweg in die Niederlande heraus. „Unser Nachbarland ist ein wichtiger Partner für uns als Unternehmen, aber auch für die Schule“, sagte Terfehr. Nicht nur in der Schule gibt es laut Büning Angebote, Niederländisch zu lernen, sondern auch in der Firma Terfehr. Einmal in der Woche würden Kurse angeboten werden.

Problematisch ist nach seinen Angaben aber die Abrechnung der niederländischen Mitarbeiter, die in ihrem Heimatland arbeiten sollen. „Sobald sie einen Tag dort arbeiten, muss dort auch abgerechnet werden“, so Terfehr. „Somit müssen wir zwei Lohnabrechnungen erstellen.“ Dieses Problems will sich der Europaabgeordnete annehmen.