Mit Fakten gegen Kritiker Rheder Landwirt als Agrarscout auf Grüner Woche

Als einer von 100 Agrarscouts stellte der Borsumer Theo Staars auf der Grünen Woche seinen Betrieb vor, um mit Fakten Vorurteile abzubauen. Foto: Forum Moderne Landwirtschaft e.V.Als einer von 100 Agrarscouts stellte der Borsumer Theo Staars auf der Grünen Woche seinen Betrieb vor, um mit Fakten Vorurteile abzubauen. Foto: Forum Moderne Landwirtschaft e.V.

jed Rhede/Berlin. Miteinander statt übereinander sprechen: Dieses Ziel hatte sich der Borsumer Landwirt Theo Staars am Freitag gesetzt. Er ist einer von insgesamt 100 Agrarscouts, die auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin auf einem sogenannten Erlebnisbauernhof Menschen aus der Stadt die Arbeit der Landwirte näher bringen. Initiator ist das Forum moderne Landwirtschaft.

„Wenn die Landwirtschaft in den Massenmedien präsent ist, dann leider oft nur über Formate wie Bauer sucht Frau oder aber durch Skandale. Das bildet allerdings nicht der Realität ab“, so Staars. Daher sei es auch nicht verwunderlich, dass einige Messebesucher schimpften. Am Donnerstagnachmittag hatte er zunächst an einer Einführung teilgenommen, bei der neben allgemeinen Inhalten zur Konzeption des Messestandes auch die Deeskalation der Auseinadersetzung mit Gegnern thematisiert wurde.

Arbeitsumfeld vorgestellt

Im Mittelpunkt standen jedoch die Fakten aus dem eigenen Betrieb. Zwar hat er das Zepter im vergangenen Jahr in jüngere Hände gelegt, doch er arbeitet weiterhin auf dem Hof mit. In Gesprächen und mit Handyvideos stellte er sein Arbeitsumfeld vor, in dem Kühe mit Robotern gemolken werden. „Viele staunen, dass es mit dem Tierwohl nicht so schlecht bestellt ist, wie leider oft dargestellt“, sagt Staars.

Viele Gäste zeigten sich zudem von der Betriebsgröße beeindruckt und stellten fest, dass es sich bei vielen Landwirten um „Menschen wie du und ich“, also um einen Querschnitt der Bevölkerung, handele.

Am Freitagabend trat Staars mit dem Zug seine Rückreise ins Emsland an.


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