Bauunternehmen Günter Terfehr 20 Millionen Euro: Rheder investiert am Leeraner Hafen

Von Jutta Dembler

Der Geschäftsführer Gerrit Terfehr (links) und Prokuristin Sabine Loose vom Bauunternehmen Günter Terfehr aus Rhede stellten ihre Pläne vor, den sogenannten Hafenkopf von Leer städtebaulich neu zu gestalten. Foto: Jürgen EdenDer Geschäftsführer Gerrit Terfehr (links) und Prokuristin Sabine Loose vom Bauunternehmen Günter Terfehr aus Rhede stellten ihre Pläne vor, den sogenannten Hafenkopf von Leer städtebaulich neu zu gestalten. Foto: Jürgen Eden

Rhede/Leer. Das Rheder Bauunternehmen Günter Terfehr setzt in Leer erneut städtebauliche Akzente. Zurzeit errichtet der emsländische Handwerksbetrieb ein Wohn- und Geschäftshaus an der Nesse. Aktuell laufen die Planungen für das nächste Projekt: Die Errichtung eines Gebäudeensembles für den sogenannten Hafenkopf. Schätzungsweise 20 Millionen Euro will Terfehr mit einem Partner dort investieren.

Die Fläche befindet sich in bester Lage von Leer. Dort dominiert zur Zeit noch ein fünfstöckiges Polizeigebäude aus den 1970er Jahren den Bereich. Das Behördengebäude bleibt zwar bestehen, doch auf der gegenüberliegenden Seite - direkt am Hafenbecken - will Terfehr gemeinsam mit dem Leeraner Investor Leda Immobilien ein Gebäudeensemble mit insgesamt zehn Sektionen errichten. Rund 50 Einheiten sind vorgesehen. Die Eigentumsverhältnisse werden geteilt. Leda-Immobilien will den Anteil mit 25 Einheiten vermieten, während der Rheder Handwerksbetrieb ausschließlich für den Verkauf errichtet.

Überwiegend Wohnungen, aber auch Gewerberäume

Die Planungen sehen vor, dass beim überwiegenden Teil der rund 8000 Quadratmeter großen Gesamtfläche Wohnungen errichtet werden sollen. Aber auch Gewerberäume wie Büros und Praxen sind vorgesehen. Die Planungen beziehen sich auf ein zusammenhängendes Ensemble, das aus einem siebengeschossigen Kopfgebäude und weiteren Giebelhäusern bestehen soll. Die Firsthöhe soll zwischen 18 und 20 Meter betragen. „Die Klinker werden in unterschiedlichen, aber dennoch harmonischen Farben gewählt. Sie sorgen für einen aufgelockerten oder abwechslungsreichen Gesamteindruck“, so Terfehr. Als Baubeginn fasst er den Herbst oder Winter 2016 ins Auge. Das hat zur Folge, dass für die Errichtung dann die nächste Stufe der Energieeinsparungsverordnung berücksichtigt wird.

Neugestaltungspläne in Leer seit 2006

Derzeit wird ein Durchführungsvertrag mit der Stadt erarbeitet. Das beinhaltet zahlreiche Feinabstimmungen. Erste Entwürfe, die citynahe Lage neu zu gestalten, gab es bereits seit dem Jahr 2006. Damals hatten sich Architekten aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt. Überzeugen konnte damals jedoch kein Entwurf. „Das ist ein Bereich, der vielen Bürgern der Stadt ans Herz gewachsen ist. Umso intensiver wurde über dieses Projekt im Vorfeld diskutiert“, so Terfehr weiter. Die Planungen eines Leeraner Architekturbüros konnten die politischen Gremien überzeugen. Ein erster Entwurf aus dem Jahr 2014, der einen sogenannten Torbogen vorsah, wurde überarbeitet. Dann wäre ein direkter Blick auf den Hafen, aber auch auf das Polizeigebäude möglich gewesen. Außerdem sollen die Häuser nicht auf Stelzen, sondern auf dem Festland mit rund 100 Pfählen gegründet werden. Damit kommen die Investoren dem Ruderverein entgegen, der die Wasserfläche dringend für Trainings und Wettkämpfe benötigt. So wird eine aufs Wasser führende Sonneninsel mobil gestaltet. Außerdem soll eine Promenade zum Flanieren geschaffen werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN