„Spectaculum“ in der Festung Gaukler in Bourtange entführen Gäste ins Mittelalter


dhe Bourtange. Mehrere Hundert Besucher haben sich am Wochenende in der Festung Bourtange auf eine Zeitreise begeben.

Durch das Münstersche Tor gelangten die Gäste nicht nur in das Innere der Festung und den historischen Ortskern – sondern auch ins Mittelalter. Beim „Spectaculum“ herrschten Ritter, Händler und Gaukler in dem niederländischen Dorf.

Musik, Tanz und Vorführungen meist wandernder Darsteller prägten das Programm inmitten einer bunten Budenstadt. Zu bieten hatten die Händler allerlei Selbstgemachtes wie Schmuck und Dekorationsartikel. An Ständen wurde zudem meist Gegrilltes oder Stockbrot angeboten – Hauptsache, es erweckte den Eindruck, aus längst vergangener Zeit zu kommen.

Maus mit Musketier-Namen

Glücksspieler konnten ihr Fortune beim Mausroulette testen. Gegen ein paar Cent Einsatz lockte der Gewinn eines Silbertalers. Dafür musste die Maus D’Artagnan, benannt nach einer Romanfigur von Alexandre Dumas (Die drei Musketiere), das vorher ausgewählte Haus auf dem Spielbrett besuchen. Weniger skurril war ein mit der Hand zu drehendes Kinderkarussell.

Mittendrin stellten Laiendarsteller das Leben aus dem Mittelalter dar. Gesprochen wurde dabei neben Niederländisch häufig auch Deutsch. Meist lag es an der Herkunft der Gruppen. Großen Anteil hatte die Kombo „Fogelvreien“. Die Musiker, Gaukler und Schausteller stammen aus Hassel zwischen Verden und Nienburg.

„Scherbelhaufen“ musizierte

Zum Ensemble zählt auch der Gaukler Tumalon. Er jonglierte unter anderem mit drei brennenden Fackeln. Für Unterhaltung mit mittelalterlicher Musik sorgte unter anderem das Quartett „Scherbelhaufen“.

Die Geschichte der Festung Bourtange reicht zurück bis ins Jahr 1580. Prinz Wilhelm von Oranien gab seinerzeit den Auftrag, fünf Bastionen im Moorgebiet nahe der deutschen Grenze zu bauen. So entstand eine Fünfecks-Struktur. Der historische Charakter der Festung ist bis heute erhalten geblieben.