Hobbygärtner zeigen Natur und Kunst 19 Gärten laden ein zu „Westerwolde rijgt“

Auch die Kloosterboerderij Bleyendael in Sellingen beteiligt sich an „Westerwolde rijgt“. Foto: Silvia PortzAuch die Kloosterboerderij Bleyendael in Sellingen beteiligt sich an „Westerwolde rijgt“. Foto: Silvia Portz

Westerwolde. Noch bis zum 28. Juni sind 19 Gärten im niederländischen Westerwolde eine Kulisse für Kunst und Kultur mit Keramik, Glas, Musik, Tanz und Dichtkunst. Die Gärten sind durch ihren Vielfalt Unikate. Die Gärten können in dieser Zeit von Interessierten besucht werden.

In diesem Jahr steht die Aktion zum ersten Mal unter dem Motto „Westerwolde rijgt“ (Westerwolde reiht). Die Gartenschau umfasste bis zum vergangenen Jahr unter dem Motto „Kunst und Kultur zehn Tage“ Gärten in der ganze Provinz Groningen. Das Angebot gibt es nun so nicht mehr. Die Eigentümer in Westerwolde wollten aber weitermachen und haben sich zu einer neuen Gruppe zusammengeschlossen. Jeder Eigentümer schenkt seinen Gästen eine selbst entworfene Perle, die man an eine dazu passende Kette hängen kann. So kann man sich durch den Besuch der 19 Gärten „Westerwolde aneinanderreihen“.

Der Garten „Entourage“ im Rhederveld gehört Debora Loning. Sie ist die Triebfeder dieser Gruppe. Ihr Garten ist im Jahr 2001 entstanden und hat eine Fläche von rund 18000 Quadratmetern. Ein Gemüsegarten, bunte Blumenbeete und eine Blumenwiese mit viel Klatschmohn lädt zum Verweilen ein. Außerdem gehört zu dem Gelände ein Campingplatz.

An der Aktion wirkt auch die Kloosterboerderij Bleyendael in Sellingen mit. Auf dem Milchviehbetrieb, der in seiner Bauart eines mittelalterlichen Klosters nachempfunden ist, bekommt jeder Besucher ein kleines Kreuz für seine Kette. Im Inneren des Hofes stehen 130 Kühe die man streicheln darf. Hier sieht man die neugeborenen Kälber auf wackelige Beine, neben großen Gemälden an der Wand. Einmalig ist ein riesiges Gemälde aus Sandstein im Café des Hofes. Dieses stammt aus dem früheren Kloster „Cadier en Keer“ im Süden der Niederlande. Fleisch, Wein und Senf bekommt man im Bauernladen nebenan.

Bei „De Straude“ in Vlagtwedde bekommen die Besucher einen großen Teich und Blumenbeete zu sehen, die in ihrer Farbvielfalt einem Gemälde gleichkommen. Der Garten ist 3300 Quadratmeter groß. Die Eigentümerin, Tineke Hoekstra zeigt in ihrem Gartenhäuschen zudem viele bunten Quilts.