150000 Euro Sachschaden Brandursache im Rheder Sportpark noch ungeklärt

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Rhede. Bei dem Großbrand auf dem Gelände des Sportparks Rhede sind neben der Tribüne angrenzende Räume wie Umkleidekabinen, Sanitäranlagen, Schiedsrichterräume, eine Küche und ein Heizungsraum beschädigt worden. Die Polizei schätzt den Sachschaden nach eigenen Angaben auf 150000 Euro. Die Brandursache ist nach wie vor ungeklärt, verletzt wurde niemand.

Der Schock sitzt auch einen Tag danach tief. Neben dem materiellen Schaden ist die Trauer über den ideellen Verlust sehr groß. „Das ist sehr schade. Im Vereinsheim befanden sich Pokale, Urkunden und eine alte Fahne aus der Zeit vor dem Krieg“, sagte Franz-Josef Wotte, Vorsitzender von Spiel und Sport (SuS) Rhede am Montag. „Das ist alles unbegreiflich.“ Am Samstagabend hätten die Fußballherren- und Fußballfrauenmannschaften noch den Saisonabschluss gefeiert. „Wir haben Sonntagmittag noch aufgeräumt. Es war alles im Lot.“

Einige Stunden später nicht mehr. Gegen 19.30 Uhr war die Feuerwehr Rhede zum Einsatz gerufen worden. „Die komplette Tribüne stand unter Qualm und im Gebäude war offenes Feuer“, sagte Rhedes Gemeindebrandmeister Stefan Schöpper. Nach etwa einer Stunde sei die Feuerwehr Heede, nach etwa zwei Stunden die Feuerwehr Dörpen hinzugekommen. „Für uns war schnell klar, dass wir es alleine nicht schaffen. Wir haben das Feuer dann mit massivem Wassereinsatz gelöscht“, sagte Schöpper. Mit einem Trennschneider hätten Einsatzkräfte von der Drehleiter aus das Dach geöffnet, damit die Hitze aus dem Gebäude hinaussteigen konnte. Anschließend seien die restlichen Glutnester mit Wärmebildkameras lokalisiert und gelöscht worden. (Weiterlesen: Feuer im Rheder Sportpark zerstört Clubraum und Umkleiden)

Laut Polizei ist keiner der Räume aktuell mehr nutzbar. „Wir haben die letzten Sanierungsarbeiten erst im Frühjahr abgeschlossen. Es war alles fertig.“ So sei der Clubraum neu gestaltet und gestrichen worden. Auch die Ausstattung sei verändert worden. „Über die Jahre haben wir viel Eigenleistung in die Anlage gesteckt.“ Wotte erklärte weiter, dass man nun abwarten müsse, bis die Kriminalpolizei die Brandursache festgestellt habe. „Dann gucken wir, ob noch irgendetwas zu retten ist.“ Es hätten sich jedoch viele Leute spontan gemeldet, beim Wiederaufbau mitzuhelfen. „Wir werden das irgendwie wieder hinbekommen.“

Seine Unterstützung zugesichert hat Gerd Conens (parteilos), Bürgermeister der Einheitsgemeinde Rhede. „Wo wir helfen können, dort helfen wir“, sagte er auch als aktiver Altherrenfußballer. Es sei schade, dass diese hervorragende Sportanlage Opfer der Flammen geworden sei. „Nach der Ursachenfindung möglichst schnell wieder aufbauen“, lautet seine Devise.


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