Weniger Plätze wegen neuer Brücke Baugebiet in Rhede wird kleiner als geplant

Rege Bautätigkeit entwickelte sich im „Timphauk“ seit 2012, wie dieses Foto aus dem Frühjahr vor zwei Jahren zeigt. Foto: Gerd SchadeRege Bautätigkeit entwickelte sich im „Timphauk“ seit 2012, wie dieses Foto aus dem Frühjahr vor zwei Jahren zeigt. Foto: Gerd Schade

Rhede. Das Neubaugebiet „Timphauk“ in Rhede wird kleiner als ursprünglich geplant. Grund ist der beabsichtigte Neubau der Ems- und Flutbrücke im Zuge der Rheder Straße (L 52) und eine damit verbundene Verlegung der Trasse in südlicher Richtung.

Geschlossen stimmte der Rat der Einheitsgemeinde in seiner jüngsten Sitzung einer entsprechenden Änderung beziehungsweise Teilaufhebung des Bebauungsplans für den „Timphauk“ zu. Dadurch verliert die Gemeinde an dieser Stelle elf Bauplätze. Die Änderung ist nach Angaben der Verwaltung aber noch möglich, weil der betroffene Bereich noch nicht erschlossen ist und dort auch noch keine Grundstücke verkauft worden sind. Die Erschließung sollte in diesem Jahr erfolgen.

Wie der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Hermann-Josef Gerdes, auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, war das Neubaugebiet am Emsdeich ursprünglich für 65 Baugrundstücke konzipiert. „In den Bauabschnitten I und II haben wir insgesamt 35 Plätze ausgewiesen. Davon sind 32 verkauft und drei reserviert“, erklärt Gerdes. Der dritte Bauabschnitt habe ursprünglich 30 Grundstücke ausgewiesen. „Durch die Planungsänderung können wir jetzt noch 19 Bauplätze anbieten.“ Grundstücke im Timphauk sind inklusive Erschließung ab 39 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Wie bereits im April berichtet, muss die in den 1970er-Jahren erbaute Flutbrücke aus Sicherheitsgründen in den kommenden Jahren abgerissen und durch eine neue ersetzt werden. Gleichzeitig soll eine neue Emsbrücke entstehen. Federführend bei Planung und Umsetzung ist die Landesverkehrsbehörde in Lingen.

Ebenfalls einstimmig billigte der Gemeinderat eine Änderung des Bebauungsplanes für das maritime Wohngebiet am Spieksee. Dadurch soll das Gebiet für Ansiedlungswillige attraktiver werden. Bei der Änderung geht es vereinfacht gesagt darum, dass umbauter Raum unter einem Flachdach anders als bisher künftig auch bewohnt werden darf. Laut Gemeindeverwaltung bemüht sich die Firma „Spieksee Maritimes Wohnen“ seit mehreren Jahren, die Baugrundstücke im Bereich des ersten Bauabschnittes an den Bootskanälen zu vermarkten. Das Projekt wird derzeit mit einem Immobilienbüro in Leer überarbeitet. Gerdes zufolge ist von den 126 Bauplätzen dort bislang etwa die Hälfte verkauft.


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