300000 Euro Sachschaden Bungalow in Rhede brennt bis auf Grundmauern nieder

Von Hermann Hinrichs


Rhede. Ein Wohnhaus ist am frühen Freitagmorgen in Rhede bis auf die Grundmauern niedergebrannt. An dem Bungalow und umliegenden Häusern an der Orffstraße im Wohngebiet Westeresch entstand einer ersten groben Schätzung der Polizei zufolge Sachschaden in Höhe von rund 300000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt.

Nach Auskunft des Gemeindebrandmeisters Heiner Dickebohm war bereits zum Zeitpunkt der Alarmierung gegen 4.45 Uhr der Brandort durch den Schein der Flammen und Funkenflug aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar. Den Einsatzkräften sei aufgrund des Vollbrandes nur noch die Möglichkeit geblieben, weitere Gebäude vor den Flammen zu schützen. Dazu habe man die Drehleiter der Dörpener Feuerwehr angefordert, um von oben löschen und riegeln zu können, also die Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Für geborstene Fenster in benachbarten Wohnhäusern sorgte laut Polizei indes eine Explosion, die vermutlich von der Heizungsanlage ausgegangen war. Mit der Stichflamme entstand auch eine Druckwelle, die so stark war, dass sie mehrere Fenster eindrückte.

Rund um den Einsatz hatten die 30 Mann der Rheder Feuerwehr und 15 Einsatzkräfte aus Dörpen mit erschwerten Bedingungen zu tun. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Sackgasse und eine enge Bebauung handelt, blieb nur wenig Platz, um etwa die Drehleiter und das sie mit Wasser versorgende Tanklöschfahrzeug zu positionieren.

In dem Haus lebte laut Polizei eine fünfköpfige Familie. Die Mutter bemerkte den Brand zuerst und schlug Alarm. Fast zur gleichen Zeit war auch ein Nachbar durch Geräusche auf den Brand aufmerksam geworden. Auch er alarmierte die Feuerwehr. Dennoch wurde sämtliches Hab und Gut der Familie ein Raub der Flammen.

Zur Brandursache konnte die Polizei am Karfreitag noch keine näheren Auskünfte machen. Es würde voraussichtlich nach Ostern Brandsachverständige zum Einsatz kommen. Der Brandort sei beschlagnahmt worden.