Rheder Sanierungspläne Papenburger Firma dichtet Schleusentore ab

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Rhede. Die Tore der Schleuse in Rhede sollen wieder instand gesetzt werden. Ein aufwendiges Vorhaben, denn die 20 Jahre alten Tore müssen für die Dichtungsarbeiten in die Werkshallen der Firma Nyblad transportiert werden. Kosten: 150000 Euro – soviel hat die Gemeinde Rhede für die Maßnahmen veranschlagt.

19 Tonnen, 6,60 Meter Breite. Jedes der beiden Tore ist ein echtes Schwergewicht. Das Gewicht allerdings spielt für Johann Korporal aus Völlen von der gleichnamigen Firma, die mit dem Transport der Stahlkolosse beauftragt ist, eine untergeordnete Rolle. Das größere Problem sei die Breite. „Alles, was breiter als sechs Meter ist, ist schwierig“, sagt Korporal. Das liegt an der Breite der Straßen.

Gestern sind die beiden Tore verladen worden. Der Abtransport sollte in den späten Abendstunden stattfinden. „Für früher haben wir keine Genehmigung bekommen“, sagt Korporal. Schließlich blockieren die Kolosse auf ihrem Weg die ganze Straße. Korporal plant, über Brual zu fahren. Das sei der beste Weg für die beiden schwer beladenen Transporter.

Wichtig ist, dass die Schleusentore an beiden Seiten des Transporters gleichmäßig überstehen. Immer wieder messen zwei Arbeiter mit dem Zollstock nach, während das tonnenschwere Stahltor nur wenige Zentimeter über ihren Köpfen schwebt. Langsam schiebt sich dabei der Lkw unter das Schleusenteil, um sich richtig zu positionieren. Dann heißt es warten –bis die Freigabe für die Strecke erfolgt.

Bereits vor einer Woche waren die beiden Tore mit einem Kran aus der Schleuse entfernt worden. Plattes und hellgrünes Gras deuten auf die Stelle hin, an der die beiden Kolosse lagen. Die erforderliche Genehmigung für den Transport hätte auf sich warten lassen, sagt Heinz Wensing, Bauingenieur der Gemeinde Rhede. Ende August erwartet er die beiden Stahlkolosse zurück. „Die Schleuse haben wir vor 20 Jahren gebaut, um das Neubaugebiet am Spieksee sowie die Ferienhäuser dort zu erschließen“, sagt Wensing. Zumindest auf dem Wasserweg sind die dortigen Anlegestellen bis dahin nicht mehr zu erreichen.

Der Boden der Schleuse ist trocken. Ein Baugerüst führt vom Deich auf den Grund. Trotz der Erreichbarkeit des Schleusenbodens lassen sich die Arbeiten nicht einfach vor Ort erledigen. Das sagt Johann Hagedorn, Bauingeneuer von der Firma Nyblad in Papenburg. Für die Beschichtungsarbeiten hätte schon aus Umweltschutzgründen der Untergrund geschützt werden müssen. Ein weiterer Grund: „Wir haben bei uns in der Halle bessere technische Voraussetzungen und können genauer arbeiten.“ Daher sei der Hin- und Rücktransport sowie der Ein- und Ausbau der Stahlkolosse am Ende günstiger als die Arbeiten vor Ort.


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