Deutsch-litauischer Austausch Rhede und Kaisiadorys feiern 20-jährige Freundschaft

Rhedes Bürgermeister Gerd Conens feierte mit Vertretern aus Litauen die 20-jährige Städtepartnerschaft. Foto: Lisa GreferRhedes Bürgermeister Gerd Conens feierte mit Vertretern aus Litauen die 20-jährige Städtepartnerschaft. Foto: Lisa Grefer

Rhede. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen Rhede und der litauischen Gemeinde Kaisiadorys hat Bürgermeister Gerd Conens im Landwirtschaftsmuseum einer zehnköpfigen baltischen Delegation eine Urkunde überreicht.

Gut elf Wochen nach dem letzten Besuch einiger Helfer aus der Emsgemeinde in Litauen, weilten bis Mittwoch, 10. Juli, einige Balten zum Gegenbesuch in Rhede.  

Jährlich fahren einige Emsländer mit Hilfspaketen, die vor allem medizinische Gegenstände, wie Rollatoren oder Gehhilfen beinhalten, nach Kaisiadorys. Dort werden sie an den Pastor übergeben, der die Hilfsgüter an bedürftige Familien verteilt. Nach Angaben von Conens sei der Rheder Rudolf Schütte vor 20 Jahren erstmals mit seinem Sohn nach Litauen gefahren, um den Menschen dort seine Hilfe anzubieten. Leider sei Schütte vor wenigen Monaten verstorben, er habe aber ein intensives Band der Freundschaft zwischen beiden Gemeinden geschaffen. „Solche Begegnungen wie jetzt festigen dieses Band natürlich enorm“, so Conens.

Pakete kommen an

Auf litauischer Seite sei man sehr dankbar für die Unterstützung aus Deutschland. „Alle sind sehr dankbar für die Leute, die jedes Jahr nach Kaisiadorys fahren. Wir haben zwei litauische Zeitungsartikel mitgebracht, die bestätigen, dass die Pakete aus Deutschland wirklich bei den richtigen Menschen ankommen und zeigen wie dankbar die Familien sind", teilte Martynas Bruenker mit.

Als Hausherr des Landwirtschaftsmuseums führte Dieter Meyer, Vorsitzender des Heimatverein, die Gäste anschließend durch das Museum und brachte ihnen so einen Teil der Geschichte Rhedes näher. Er biete den Besuchern an, „kennenzulernen, wie schwer die Landwirte und Bauern hier früher arbeiten mussten“. Alle Exponate seien mit Muskelkraft betrieben worden. „Einen Motor werdet ihr hier nicht finden“, so Meyer.


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