Mehrwöchige Sperrung Brücke zwischen Brual und Diele wird in Kürze saniert

Für rund 40.000 Euro wurde Mitte 2016 die Fahrbahn und das Stankett der Brücke zwischen Brual und Diele erneuert. Nun wird die Brücke komplett neu gebaut. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper/ArchivFür rund 40.000 Euro wurde Mitte 2016 die Fahrbahn und das Stankett der Brücke zwischen Brual und Diele erneuert. Nun wird die Brücke komplett neu gebaut. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper/Archiv

Rhede-Brual. Die Brücke über das sogenannte Brualer Schlot zwischen Rhede-Brual und Weener-Diele wird voraussichtlich ab August erneuert. Das hat eine mehrwöchige Vollsperrung der Straße zur Folge.

Bei Arbeiten an der Fahrbahn im Frühjahr/Sommer 2016 war festgestellt worden, dass die Brücke marode ist, weil die sogenannte Längsbewährung verrostet ist. Das konnte erst nach Entfernen der Asphaltschichten auf der Brücke erkannt werden, wie Klaus Haberland, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen, damals auf Anfrage erläuterte. Damit die Brücke befahrbar bleibt, wurde für 40.000 Euro die Asphaltschicht wieder aufgetragen und neue Stankette installiert, die Alternative wäre eine Vollsperrung bis zum Neubau gewesen. Den Vorwurf, die Ausgaben seinen ein Fall für das "Schwarzbuch", mit dem der Bund der Steuerzahler Steuerverschwendung anprangert, wies Haberland damals energisch zurück

Foto: Hermann Hinrichs

Trotz der Ausgaben gilt wegen der Probleme im Brückenkern indes seit Mitte 2016 eine Lastenbeschränkung von 24 Tonnen und eine Temporeduzierung von 100 auf 50 Kilometer pro Stunde. Für Landwirte mit schweren Landmaschinen hat das Umwege zur Folge. Für Planung, Ausschreibung und Umsetzung rechnete der Landesbetrieb damals mit einer Zeit von eineinhalb bis zwei Jahren und kalkulierte mit Kosten von rund 600.000 Euro. Inzwischen wird mit 790.000 Euro gerechnet, wie Andre Feldschnieders, der Brückenexperte beim Landesbetrieb in Lingen, auf Anfrage mitteilt. „Die Bauarbeiten beginnen am 1. August und enden planmäßig Ende Dezember“, sagt Feldschnieders. 

Foto: Hermann Hinrichs

Inzwischen ist nämlich die Detailplanung für den Neubau und die Ausschreibung erfolgt, sodass im August zunächst mit dem Abriss begonnen werden kann, wie Ernst Kock, Leiter der Straßenmeisterei in Aschendorf, berichtet. Für Abriss und Neubau ist eine Vollsperrung der Landesstraße 31 notwendig. Der Verkehr wird über die Autobahn 31 bis Weener/Papenburg umgeleitet oder über Aschendorf und die Bundesstraße 70 bis zur Rheiderlandstraße und die Emsbrücke an der Meyer Werft nach Diele. Zu den Details wird es demnächst noch eine Mitteilung der Behörde geben.


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