Verlag aus Brual erfolgreich "Belratti" auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres

Mit dem Spiel "Belratti" hat es der Mogel-Verlag aus Brual auf die Empfehlungsliste des Kritikerpreises Spiel des Jahres geschafft. Darüber freuen sich (von links) Gerrit, Petra und Michael Loth. Foto: Insa PölkingMit dem Spiel "Belratti" hat es der Mogel-Verlag aus Brual auf die Empfehlungsliste des Kritikerpreises Spiel des Jahres geschafft. Darüber freuen sich (von links) Gerrit, Petra und Michael Loth. Foto: Insa Pölking

Brual. Die Erfolgsgeschichte für den rund siebenköpfigen Spieleverlag Mogel aus Brual geht weiter. Mit dem Kartenspiel "Belratti" hat es der Verlag auf die Empfehlungsliste des Kritikerpreises Spiel des Jahres 2019 geschafft.

Im September 2018 ist das Assoziationsspiel "Belratti" auf den deutschen Markt gekommen. Innerhalb von drei Monaten war die erste Auflage von 3500 Exemplaren restlos vergriffen. Die zweite Auflage von 3000 Exemplaren war erneut nach nur wenigen Monaten ausverkauft. "Zum Vergleich, eines unserer Spiele, das wir vorher herausgebracht haben, hat dafür eineinhalb Jahre gebraucht", erklärt Michael Loth, unter anderem zuständig für die Spielentwicklung im Verlag. Genau dieses Spiel hat es im Rahmen des Kritikerpreises Spiel des Jahres 2019 auf die Liste der besten neun Spiele geschafft.

Neues Design: Das Assoziationsspiel "Belratti" geht für den weltweiten Markt weg von dem farbenfrohen Design, hin zu einem weiß-gräulichem Layout. Auch das Cover des Spiels wird komplett überarbeitet. Foto: Insa Pölking

Das Spiel des Jahres ist ein Preis für analoge Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum. Erstmals wurde dieser Preis 1979 vergeben. Berücksichtigt werden hier deutschsprachige Spiele des aktuellen Jahres und des vorherigen Jahres. Seit 2001 wird zudem das „Kinderspiel des Jahres“ und seit 2011 das "Kennerspiel des Jahres" ausgezeichnet. Die Jury besteht aus Kritikern aus dem deutschsprachigen Raum.

Mit dem Spiel "Belratti" hat es der Mogel-Verlag aus Brual auf die Empfehlungsliste des Kritikerpreises Spiel des Jahres geschafft. Darüber freuen sich (von links) Michael, Petra und Gerrit Loth. Foto: Insa Pölking

Eine genauere Platzierung finde auf der Empfehlungsliste nicht statt, nur der erste bis dritte Platz würde noch einmal genauer bekanntgegeben werden. "Aber wir sind auf der Empfehlungsliste unter den besten neun gelandet", erklärte Loth. Was allerdings auch schon ein super Ergebnis für sie sei.

Zu lange Vorlaufzeiten

Vor "Belratti" hatte der Verlag seit 2016 bereits vier weitere Spiele entwickelt und auf den deutschen Markt gebracht. Die ersten Spiele wurden eingeschickt und bei Verlagen vorgestellt. "Bei 'Belratti' war das dann plötzlich andersherum", erzählte Loth. Renommierte Verlage aus Deutschland wie zum Beispiel Kosmos oder Pegasus Spiele hätten plötzlich bei Mogel angefragt, ob sie nicht das Spiel über ihren Verlag herausbringen möchten. Der Großteil der sich anbietenden Verlage hatte jedoch eine deutlich längere Vorlaufzeit. "Bei Kosmos zum Beispiel wäre das Spiel dann erst 2020 herausgekommen und das war uns zu spät", berichtete der Spielentwickler.

Weltweiter Vertrieb ab 2020

Um der enormen Nachfrage gerecht zu werden, habe man sich Anfang des Jahres dazu entschieden, mit einem weiteren Verlag zusammenzuarbeiten. Der belgische Spieleverlag Repos Production mit Geschäftssitz in Brüssel bringt das Kartenspiel ab 2020 auf den weltweiten Markt. "Dann kann man in ein Spielgeschäft in den USA gehen und das Spiel dort kaufen", sagte Loth. Für die Zusammenarbeit mit den Belgiern habe sich der Verlag entschieden, da sie die deutschen Strukturen in diesem Bereich als etwas zu konservativ empfinden. "Die Belgier sind einfach etwas verrückt und die Deutschen sind Unternehmer", erklärte Gerrit Loth, unter anderem zuständig für die Präsentation der Spiele. "Und wir wollten gerne mit Spielern und nicht mit Unternehmern arbeiten", ergänzte Michael Loth.

Neues Design: Das Assoziationsspiel "Belratti" geht für den weltweiten Markt weg von dem farbenfrohen Design, hin zu einem weiß-gräulichem Layout. Foto: Insa Pölking


Der Mogel-Verlag wurde aus einem Hobby heraus 2016 gegründet und wird so auch heute noch geführt. Das gesamte Team geht noch seiner beruflichen Tätigkeit nach. Michael Loth arbeitet jedoch aufgrund des Wachstums des Verlags nur noch halbtags als Lehrer an einem Gymnasium.

Worum geht es in dem Spiel überhaupt? Belratti ist ein kooperatives Spiel. Die Mitspieler versuchen gemeinschaftlich gegen den Kunstfälscher Belratti zu gewinnen. Museumsleiter Katz bittet Maler Eule darum, Kunstwerke zu bestimmten Themen einzureichen. Allerdings versucht Kunstfälscher Belratti seine Bilder einzuschleusen. Dieses zu verhindern ist die kooperative Aufgabe des Spiels.


Neues Design: Das Assoziationsspiel "Belratti" geht für den weltweiten Markt weg von dem farbenfrohen Design, hin zu einem weiß-gräulichem Layout. Auch das Cover des Spiels wird komplett überarbeitet. Foto: Insa Pölking



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