Fünf Männer unterwegs Rheder Hilfstransport unterwegs in litauische Partnergemeinde

Von Ira Wilmes

In diesem Jahr haben (von links) Erwin Köttker, Norbert Imholte, Rudi Bruns, Stefan Thieke und Theo Mersmann den Anhänger bis in die hintersten Ecken mit Hilfsutensilien beladen. Foto: Luisa ReitemeyerIn diesem Jahr haben (von links) Erwin Köttker, Norbert Imholte, Rudi Bruns, Stefan Thieke und Theo Mersmann den Anhänger bis in die hintersten Ecken mit Hilfsutensilien beladen. Foto: Luisa Reitemeyer

Rhede. Aus Rhede startet am Donnerstag wieder ein Hilfstransport nach Litauen. Seit mittlerweile 19 Jahren engagieren sich Bürger für das 1500 Kilometer entfernte Ort Kaisiadorys.

In diesem Jahr machen sich Erwin Köttker, Norbert Imholte, Theo Mersmann und Rudi Bruns auf die etwa 20 Stunden dauernde Reise über Polen bis nach Litauen. Eine Übernachtung auf der Strecke ist nicht eingeplant. „Wir wechseln uns mit dem Fahren ab und machen zwischendurch ein paar kleine Pausen“, so Bruns.

Der erste Hilfstransport im Jahr 2000 beinhaltete unter anderem Schulmöbel und Bekleidung. Inzwischen hat sich die Situation in Litauen soweit verbessert, dass seit vielen Jahren der Schwerpunkt der Hilfe bei der Versorgung des Krankenhauses liegt. Dieses Mal wurde der Anhänger unter anderem mit Hygieneartikeln, Rollstühlen, Toilettenstühlen, Gehhilfen oder und zehn Kartons mit Kinder- und Babyausstattung beladen.

Bruns richtete einen besonderen Dank an all diejenigen, die die Aktion mit Spenden jeglicher Art unterstützt haben. Die Firma Gottschald aus Rhede stellt schon seit Jahren den Anhänger für den Transport zur Verfügung. Vor Ort sei eine Veränderung der Standards in den Krankenhäusern auf jeden Fall zu sehen. „Damals gab es noch keine Bettwäsche und auch die Einweghandschuhe- und Spritzen wurden mehrmals verwendet, teilweise sogar, bis die Handschuhe Löcher hatten“, berichtet Imholte.

Übernachten wird die Vierergruppe in einem Hotel. Die Palmmesse am Sonntag werden sie in Litauen besuchen. Ebenfalls steht ein Besuch bei dem jetzigen Weihbischof von Kaunas, Algirdas Jurevicius, an, der die Truppe in den Jahren zuvor als ehemaliger Generalvikar empfangen hat. Für diesen Sommer wurden einige Erwachsene aus Litauen zu einem Besuch in Rhede eingeladen, teilten die Männer mit.

Nach einem Besuch in Litauen im Jahr 1999 machte Rudolf Schütte dem Pfarrgemeinderat Rhede den Vorschlag, eine Partnerschaft mit der Gemeinde Kaisiadorys in Litauen ins Leben zu rufen. Seit dem Jahr 2000 fährt nun einmal jährlich, meistens über den Palmsonntag, ein Hilfstransport in das rund 1500 Kilometer entfernte Städtchen. Wie Rudi Bruns mitteilte, ist Rudolf Schütte am Samstag, 6. April, im Alter von 91 Jahren verstorben. Das durch ihn entstandene Projekt werde aber auf jeden Fall bestehen bleiben.


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