Bei Neubau von Ems- und Flutbrücke Darum setzt die Rheder CDU auf eine Unterquerung der L 52

Im Zuge des geplanten Neubaus der Ems- und Flutbrücke in Rhede soll möglicherweise eine Unterquerung entstehen. Foto: Gerd SchadeIm Zuge des geplanten Neubaus der Ems- und Flutbrücke in Rhede soll möglicherweise eine Unterquerung entstehen. Foto: Gerd Schade

Rhede. Die Rheder Baugebiete am Spieksee und Timphauk sollen mittelfristig durch eine Unterführung unter der Rheder Straße (L 52) miteinander verbunden werden. Einstimmig hat sich der Gemeinderat nach einem entsprechenden Antrag der CDU-Mehrheitsfraktion für die Bildung eines Arbeitskreises ausgesprochen, der nun ergebnisoffen nach der besten Lösung für eine Querung suchen soll.

Die ursprünglich bereits für den aktuellen Haushaltsplan vorgesehenen Investitionskosten in Höhe von knapp 750.000 Euro bleiben vorerst jedoch unangetastet. Denn wie Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) in der vergangenen Ratssitzung mitteilte, sei „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht vor 2020“ mit dem Neubau der Flutbrücke im Zuge der L 52 durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu rechnen. „Das wird mindestens zwei Jahre dauern“, umriss Conens die zu veranschlagende Bauzeit. Erst dann, also frühestens 2022, könne mit dem ebenfalls geplanten Neubau der Emsbrücke begonnen werden – Anbindung an den Kreisel inklusive.

Fachleute sollen mit ins Boot

Der Antrag der Christdemokraten zielt darauf ab, die Unterquerung im Zuge der Bauarbeiten zu schaffen. Ziel sei mehr Verkehrssicherheit, denn bei einer Unterführung müsse nicht mehr durch den Kreisel fahren, wer von dem einen in das andere Baugebiet wolle. Um aber tatsächlich beurteilen zu können, ob eine Unterquerung die beste Lösung ist, sollen im Rahmen des Arbeitskreises Fachleute ins Boot geholt werden.

„Wir halten den Ball in dieser Sache seit zwei bis drei Jahren hoch. Die Gelegenheit, hier etwas zu gestalten, haben wir nur jetzt“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Willerding. Mithilfe von Fachleuten „können wir bestimmt etwas Schönes für Rhede draus machen“.

Baugebiete von hoher Bedeutung

Die Ausweisung von Grundstücken in den Baugebieten Timphauk und beim Spieksee ist aus Sicht der Verwaltung für die Entwicklung der Gemeinde von hoher Bedeutung. Das hatte auch Kämmerer Hermann-Josef Gerdes im Zuge der Vorstellung und Abstimmung über den neuerlichen Rekordhaushalt der Einheitsgemeinde mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von gut zwölf Millionen Euro betont.

Was den Zeitplan für den Neubau von Ems- und Flutbrücke betrifft, war lange von 2018 als dem Jahr für den Baubeginn die Rede gewesen. An der etwa 300 Meter langen Brücke, die 1965/1966 in der sogenannten Spannbeton-Technik gebaut worden ist, waren 2014 große Schäden festgestellt worden. Auch die ebenfalls marode Emsbrücke, die vor zwei Jahren durch einen Teleskoplader-Unfall zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen worden war, wird in diesem Zuge erneuert. Zuletzt hatte die Straßenbaubehörde einen Baubeginn ab 2020 avisiert. Die Gesamtkosten sind mit 23 Millionen Euro veranschlagt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN