Gut 100 weitere Grundstücke vorgesehen Rhede plant neue Bauplätze beim Spieksee

Kräne über Rhede: Rege Bautätigkeit herrschte im vergangenen Sommer im Baugebiet "Südlich Spiekweg". Nun soll es nördlich des Weges weitergehen. Foto: Gerd SchadeKräne über Rhede: Rege Bautätigkeit herrschte im vergangenen Sommer im Baugebiet "Südlich Spiekweg". Nun soll es nördlich des Weges weitergehen. Foto: Gerd Schade

Rhede. Im Bereich des Spieksees in Rhede sollen weitere Bauplätze entstehen. Die Gemeinde beplant zurzeit ein Areal für gut 100 Grundstücke. Erschlossen werden sollen sie ab 2020. Auch im Ortsteil Brual ist neues Bauland geplant.

Einstimmig fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Beschlüsse zur Änderung des Bebauungsplanes und die Formen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung, wie es im Amtsdeutsch heißt. Wie der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Hermann-Josef Gerdes, im Anschluss an die Sitzung im Gespräch mit unserer Redaktion erläuterte, sollen auf einer Fläche nördlich des Spiekweges (zwischen Weg und See) etwa 100 neue Baugrundstücke entstehen. Gerdes zufolge werden die einzelnen Bauplätze zwischen 500 und 750 Quadratmeter groß sein. Der Quadratmeterpreis stehe noch nicht fest.

Das Gebiet werde abschnittsweise erschlossen, berichtet Gerdes. Im ersten Schritt sind demnach etwa 40 Bauplätze geplant.

Baugebiet "Südlich Spiekweg" fast voll

Das Baugebiet „Südlich Spiekweg“ ist nach den Worten von Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) derweil nahezu komplett vermarktet. „Da ist keine Handvoll Bauplätze mehr frei“, sagt der Verwaltungschef. Demnach haben dort auch die Plätze im zweiten Abschnitt rasch Abnehmer gefunden. Insgesamt hat die Gemeinde „Südlich Spiekweg“ knapp 50 Grundstücke angeboten. Verkauft wurden sie zu einem Quadratmeterpreis zwischen 50 und 60 Euro.

Nachfrage auch aus Papenburg

Conens und Gerdes verweisen darauf, dass es sich bei dem Gelände am Spieksee um ein „besonders grünes“ Baugebiet handele. Was die Nachfrage nach Grundstücken betrifft, bekunden nach ihren Angaben zunehmend auch Bauwillige aus Papenburg ihr Interesse. Die Verwaltungsspitze beschreibt den Bedarf nach Bauland als „akut“. Die Gemeinde hatte sich vor einigen Jahren Teilflächen des hoch trabenden Projektes „Maritimes Wohnen am Spieksee“ zurückgeholt, nachdem die private Vermarktung der Bauflächen nur schleppend vorangekommen war.

Zwei Gebiete in Brual

Auch im Ortsteil Brual treibt die Gemeinde die Ausweisung von neuen Bauplätzen voran. Konkret steht dort die Erweiterung des Baugebietes „Spriddel“ an. Auf einer Fläche von etwa einem Hektar sind neun Grundstücke geplant, die zwischen 600 und 850 Quadratmeter groß sind. Auch hier ist Gerdes zufolge der Quadratmeterpreis noch nicht festegelegt. Auch zum voraussichtlichen Beginn der Erschließung könne die Verwaltung noch nichts sagen. Dasselbe gilt Gerdes zufolge für eine Fläche nördlich der Pollertstraße, auf der privat ein Baugebiet entwickelt werden solle. Für beide Vorhaben in Brual beschloss der Gemeinderat jeweils einstimmig eine Änderung des Flächennutzungsplanes.


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