"Konnten nicht aus dem Haus" Winter 1979: Mit Schippe und Trecker gegen den Schnee in Neurhede

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Mit Schippen ausgestattet und der Unterstützung von Traktoren packten die Neurheder im Winter 1979 mit an, die Straßen von den Schneemassen zu befreien. Foto: Sammlung Familie TwicklerMit Schippen ausgestattet und der Unterstützung von Traktoren packten die Neurheder im Winter 1979 mit an, die Straßen von den Schneemassen zu befreien. Foto: Sammlung Familie Twickler

Neurhede. Bis zu zwei Meter hoch lag im Winter 1979 der Schnee auch in Neurhede. „Wir konnten nicht aus dem Haus. Der Ausgang war nur seitlich über den Acker möglich“, erinnert sich Elisabeth Twickler.

Über mehrere Wochen lag nach ihren Worten die Versorgung brach. Ein paar Tage habe es sogar kein Brot gegeben. „Die Haushalte, die noch Strom hatten, haben dann für andere gebacken. Man hat sich gegenseitig geholfen“, so Twickler. Diejenigen, die die Möglichkeit hatten, einkaufen zu gehen, deckten sich mit Hamsterkäufe ein. „Bei Notfällen fuhren sogar Panzer durch den Ort“, teilt Twickler mit, die zu dieser Zeit 22 Jahre alt war. 

Mit Schippen ausgestattet und der Unterstützung von Traktoren packten die Neurheder im Winter 1979 mit an, die Straßen von den Schneemassen zu befreien. Foto: Sammlung Familie Twickler

Ausgestattet mit einer Schippe sowie der Unterstützung von Traktoren packten Ehemann Heinz (links) und Paul Thien, ein Freund der Familie mit an, die Straßen von den Schneemassen zu befreien. Der damals dreijährige Sohn des Ehepaares hatte großen Spaß daran, den Erwachsenen bei der Arbeit zu helfen. „Irgendwie war es auch schön, weil in solchen Notsituationen deutlich wird, dass ein ganzer Ort zusammenhält“, sagt Twickler rückblickend.


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