Rund 100.000 Euro Baukosten Bushaltestellen in Rhede behindertengerecht umgebaut

Von Michael Sterk

Die neue behindertengerechte Bushaltestelle im Rheder Gemeindeteil Brual nahmen (von links) Stefan Koers (Straßen- und Tiefbau Schmitz), Gerd Husmann (Kreistag), Wilhelm Albers (Planungsbüro Albers) und Bürgermeister Gerd Conens in Augenschein. Foto: Michael SterkDie neue behindertengerechte Bushaltestelle im Rheder Gemeindeteil Brual nahmen (von links) Stefan Koers (Straßen- und Tiefbau Schmitz), Gerd Husmann (Kreistag), Wilhelm Albers (Planungsbüro Albers) und Bürgermeister Gerd Conens in Augenschein. Foto: Michael Sterk

stmi Rhede. Zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs sind in den Rheder Ortsteilen Borsum, Neurhede und Brual drei Bushaltestellen an die aktuellen Standards angepasst worden. In Brual-Siedlung und Neurhede wurden zudem zwei neue Haltestellen gebaut.

Die Baumaßnahmen wurden zu 75 Prozent von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen gefördert, berichtete Bürgermeister Gerd Conens (parteilos). Den Rest finanzierten der Landkreis Emsland und die Gemeinde Rhede zu gleichen Teilen. Laut Conens betrugen die Kosten für das gesamte Vorhaben ungefähr 100.000 Euro.

„Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, damit auch Leute mit Behinderungen den öffentlichen Nahverkehr nutzen können“, erklärte Kreistagsmitglied Gerhard Husmann (CDU). Laut Conens ging es auch darum, die Haltestellen „inklusionsgerecht“ zu gestalten. Damit würden sie für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen nutzbar.

Sonderbord und Rippenplatten installiert

Wilhelm Albers vom Planungsbüro Albers berichtete, dass beispielsweise ein Sonderbord installiert wurde. Dies sei eine Art Bordstein aus Beton, der den Einstieg in den Bus durch seine Höhe erleichtert. Auch sogenannte Rippenplatten seien in den Boden eingelassen worden. Diese würden Blinden dabei helfen, sich mit ihrem Gehstock in Richtung Buseingang heranzutasten. Zudem wurde jeder Standort mit einer Wartehalle, Fahrradständern, Orts- sowie Abfahrplänen, Bänken und Mülleimern ausgestattet, ergänzte Albers.

Gemeindeteile besser miteinander verbinden

Ein weiterer Grund für den Ausbau war, die Gemeindeteile besser miteinander zu verbinden, so Conens. Besonderes Augenmerk wurde hierbei darauf gelegt, dass Kinder aus allen Teilen Rhedes mit einem Bus zur Schule fahren können.

„In den nächsten Jahren sind weitere Baumaßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr und dessen Infrastruktur geplant“, sagte der Bürgermeister. Noch eine weitere Haltestelle in Brual, eine in Neurhede und drei in Rhede sollen gebaut beziehungsweise umgebaut werden. Nach den Baumaßnahmen gebe es ungefähr 40 Bushaltestellen in der Einheitsgemeinde Rhede.


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