Auf Neujahrsempfang der Gemeinde Rhede ehrt seinen Europameister mit "Benzin im Blut"

Die Europameisterschaft gewann Bernd Stubbe im September bereits zum neunten Mal. Nächste Saison peilt der Rheder den zehnten Titel an. Foto: Cora KandelsDie Europameisterschaft gewann Bernd Stubbe im September bereits zum neunten Mal. Nächste Saison peilt der Rheder den zehnten Titel an. Foto: Cora Kandels

Rhede. Einen neunfachen Europameister in seinen Reihen zu haben, kann wahrlich nicht jeder Ort von sich behaupten. Auf die Einheitsgemeinde Rhede trifft dies dank des Autocrossers Bernd Stubbe hingegen zu. Auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde wurde der 33-Jährige für seine sportlichen Erfolge geehrt.

„Wir sind stolz, einen Europameister direkt vor der Tür zu haben“, betonte Ratsmitglied Christine Többen in ihrer Laudation.

Im September sicherte sich Stubbe im italienischen Maggiora mit seinem insgesamt 50. Rennerfolg zum neunten Mal in seiner Karriere den Titel des Autocross-Europameisters der FIA in der Kategorie Super-Buggy. „Dieses Wochenende wirst du bestimmt nicht vergessen. Denn direkt vor dem Rennen kam deine Tochter Merle auf die Welt“, erinnerte Többen an die Ereignisse im September.


Den Vorschlag, in diesem Jahr den Rennfahrer zu ehren, unterbreitete dem Gemeinderat der örtliche Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG). Dessen Vorsitzender Günter Terfehr nannte es auf dem Neujahrsempfang „herausragend, was das Team Stubbe geleistet hat“. Alle seien beeindruckt vom Können, Mut und dem fahrerischen und handwerklichen Talent des Europameisters. „Du hast einfach Benzin im Blut und eigentlich noch mehr Aufmerksamkeit verdient“, so Terfehr.

Autocrossfahrer Bernd Stubbe (Vierter von links) wurde für seine sportlichen Erfolge geehrt. Es gratulierten (von links) Heinrich Assies, Christine Többen, Gerd Stubbe, Günter Terfehr und Gerd Conens. Foto: Christian Belling

Der Geehrte stellte die Teamleistung in den Vordergrund. „Seit mehr als 25 Jahren stecken wir unser Herzblut ins Autocross und verbringen viele Stunden in der Werkstatt.“ Darin liege der Erfolg. Zum „Team Stubbe“ gehören außer Fahrer Bernd und Vater Gerd noch Franz Lücken, Theo Hinrichs, Heinrich Assies, Maren Stubbe, Sebastian Steubing, Stefan Wotte und Gerd Robben.

Eine weitere im wahrsten Sinne des Wortes „gewichtige“ Rolle nahm auf dem Neujahrsempfang Hansi Brake ein. Der Gründer der Hilfsorganisation Helping Hands, die seit mehr als 20 Jahren Menschen in Osteuropa mit Hilfsaktionen unterstützt, informierte über die Arbeit der Helfer und sorgte mit so mancher Anekdote für einige Lacher. Das vorgesehene Pult mit Mikro ließ Brake bei seinen Ausführungen außen vor. „Ich wiege 150 Kilogramm. Wenn man dick ist, braucht man kein Mikro“, scherzte der gelernte Rettungssanitäter. 

"Die sind alle zum Arbeiten hier und werden oft verarscht. Manchmal schäme ich mich deswegen, Deutscher zu sein"Hansi Brake von der Hilfsorganisation Helping Hands über die Tatsache, dass er in Rumänien kaum Männer antrifft

Doch er fand auch ernste Worte: „Bei all den Fahrten nach Rumänien erfahren wir immer wieder viel Liebe“, so Brake. Auffällig sei allerdings, dass er vor Ort kaum Männer antreffe. „Die sind alle zum Arbeiten hier und werden oft verarscht. Manchmal schäme ich mich deswegen, Deutscher zu sein.“

Über die Arbeit der Hilfsorganisation Helping Hands informierte Gründer Hansi Brake. Foto: Christian Belling

Rhedes Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) richtete in seinem Grußwort indes den Blick auf das abgelaufene sowie das neue Jahr. Als Großprojekte für 2019 nannte er den Erhalt der Sielbauwerke, die Sanierung der Mehrzweckhalle an Kold‘n Hauk sowie des Brualer Dorfgemeinschaftshauses, die weitere Erschließung des Gewerbegebietes an der Autobahn 31 südlich der Landesstraße 52 sowie das Vorantreiben der Bauleitplanung für das Baugebiet „Nördlich Spiekweg.“

Der seit Dezember in der Pfarreiengemeinschaft Aschendorf, Lehe, Neulehe, Rhede, Brual und Neurhede tätige Pastor Michael Lier lobte das Miteinander in der Einheitsgemeinde. „Das klingt alles sehr harmonisch. Die Akkorde greifen ineinander.“ 

Der Singkreis Brual unter der Leitung von Marilen Abeln (links) begleitete den Neujahrsempfang musikalisch. Foto: Christian Belling



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