Festival am 8. Dezember Neurheder „Schlootbrand“ geht in die fünfte Runde

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Das Programm für das fünfte Schlootbrand-Festival stellten Frank Kremer (von links), Patrick Ottens, Dana Ottens und Gerrit Riedemann vor. Foto: Schlootbrand FestivalDas Programm für das fünfte Schlootbrand-Festival stellten Frank Kremer (von links), Patrick Ottens, Dana Ottens und Gerrit Riedemann vor. Foto: Schlootbrand Festival

Neurhede. Es hat als ausufernde Geburtstagsfeier begonnen und ist inzwischen ein Festival, das nun zum fünften Mal in Neurhede veranstaltet wird. Das Schlootbrand-Festival 2018 startet am 8. Dezember.

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, Livemusik ins Dorf zu holen“, sagt Patrick Ottens, der zum Vorstand des vor drei Jahren eigens für das Festival gegründeten Vereins gehört. Außer den Schützenfesten gebe es sonst nichts, und die nächsten Konzerte sind meistens entweder in Papenburg oder Meppen. Die sieben Mitglieder, die allesamt zum Vorstand gehören, haben sonst keine Vereinstätigkeit. Das Festival aber brauchte einen rechtlichen Rahmen, allein der Absicherung wegen, sagt Ottens, und auch, um Sponsorengeld einholen zu können. „Wir wollen viel bieten für verhältnismäßig wenig Geld.“ Im ersten Jahr sei eigentlich nur ein Geburtstag eines der Mitglieder geplant gewesen. Ottens Band „The Boar“ wurde angefragt, dann noch eine zweite. Schließlich seien 180 Leute zur Party gekommen. „Das ist schon im ersten Jahr zu groß gewesen“, sagt Ottens, dessen Band nun fester Bestandteil des Festivals ist. Und der Verein denkt noch größer, auch wenn im vergangenen Jahr nur etwa 130 Besucher kamen. Dieses Mal rechnen sie mit etwa 200 Fans der Livemusik. Irgendwann, so der Musiker und Mitorganisator, solle es mal ein Open-Air in Kooperation mit dem Rheder Oldtimer-Festival in Rhede geben.

Veranstalter haben „Kein Bock auf Nazis“

Zum Programm gehören regulär Bands aus der Region, allerdings: „Das Regionale ist irgendwann abgegrast“, sagt Ottens. In diesem Jahr fährt das Festival nun mit der Hamburger Band „Holly Would Surrender“ auf, die nach eigenen Angaben Pop-Punk liefern. Weitere Bands sind die genannte „The Boar“ und die Band „Knochentrocken “, deren Mitglieder, ebenso wie die Organisatoren überwiegend aus dem nördlichen Emsland kommen. Die vierte Gruppe bilden die Langzeitpunkrocker von „Civil Courage“ aus Lähden, die sich immer wieder deutlich gegen Rassismus aussprechen – so auch die Veranstalter des Schlootbrand-Festivals. In der Vergangenheit habe es Probleme mit rechten Schlägern gegeben. „Deshalb haben wir uns da positioniert“, sagt Ottens über das zum Konzert gehörende Banner, das „Gemeinsam gegen Neonazis und Rassismus“ und „Kein Bock auf Nazis“ titelt. Jene nämlich seien als Besucher nicht willkommen. Darüber hinaus aber seien die sieben Schlootbrand-Organisatoren „nicht politisch aktiv“, aber „auf der richtigen Seite.

Einlass zum Festival, das in Neurhede „am Schloot gleich links“ in der Oldtimerhalle im Nankemannweg stattfindet, ist um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro.


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