„Haben Hausaufgaben gemacht“ Rhede treibt gewerbliche Entwicklung weiter voran

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Auf dieser Fläche am Baugebiet Timphauk will die Gemeinde eine Zone für Handel, Handwerk und Dienstleistung ausweisen. Foto: Hermann HinrichsAuf dieser Fläche am Baugebiet Timphauk will die Gemeinde eine Zone für Handel, Handwerk und Dienstleistung ausweisen. Foto: Hermann Hinrichs

Rhede. Ganz im Zeichen der gewerblichen Entwicklung der Einheitsgemeinde hat am Donnerstagabend in Rhede die Sitzung des Rates gestanden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, stellte Hermann-Josef Gerdes, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, zufrieden fest.

Auf der Tagesordnung standen durchweg Vorlagen des Ausschusses für Bau und Umwelt. Im Schnellverfahren wurde dabei einstimmig der Feststellungsbeschluss für die Erweiterung des Campingplatzes Neuengland gefasst. „Es sind keinerlei Einwände eingegangen, so dass das Verfahren zum Abschluss gebracht werden kann“, erklärte Gerdes. Die Betreiberfamilie Neuenstein hat eine benachbarte Fläche angekauft, auf der 59 weitere Stellplätze für Wohnwagen und -mobile entstehen sollen. Damit erweitern sich die Kapazitäten des aktuell über 113 Stellplätze verfügenden Platzes um annähernd ein Drittel. „Der Campingplatz ist ein Aushängeschild der Gemeinde. Wir begrüßen die Erweiterung ausdrücklich“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willerding.

Gewerbegebiet an der A 31 wird erweitert

Weiter auf den Weg gebracht hat die Gemeinde überdies die Ausdehnung des Gewerbegebietes an der Autobahn (A) 31 südlich der Landesstraße 52. Die neue Fläche, bei der es sich um eine Spiegelung der Gewerbeflächen auf die gegenüberliegende Straßenseite handelt, soll rund zwölf Hektar groß werden. Für das geplante Areal gegenüber dem Ems-Dollart-Zentrum gebe es bereits erste Anfragen von ansiedlungswilligen Unternehmen.

Langwierige Verhandlungen

Mit dem jetzt vom Rat ebenfalls einstimmig gefassten Feststellungsbeschluss ist Gerdes zufolge der „letzte Schritt“ in dem Verfahren gemacht worden. Dabei wurden nach seinen Worten gute Lösungen in Bezug auf Naturschutz und Kompensationsflächen gefunden. „Die Grundstücksverhandlungen waren durchaus langwierig und haben sich hingezogen“, teilte Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) mit. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Gespräche können es nach seinen Worten nun an die Feinplanung gehen. Laut Gerdes gehe der Flächennutzungsplan zunächst noch an den Landkreis zur Genehmigung. „Das Ziel muss es sein, im kommenden Jahr in die Erschließung zu kommen.“

Zone für Handel, Handwerk und Dienstleistung im Timphauk

Einstimmig fiel das Votum des Rates ebenfalls für eine Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich „Timphauk“ aus. Die noch unbebaute Fläche zwischen der Volksbank und der Wohnbebauung im Timphauk soll in eine gemischte Baufläche für Handel, Handwerk und Dienstleistung ausgewiesen werden. „Es gibt Nachfragen aus der Wirtschaft für eine entsprechende Nutzung“, erklärte Gerdes. Vorgesehen sei dieser Bereich ohnehin dafür gewesen. Im weiteren Verlauf werden nun die Öffentlichkeit und Behörden am Verfahren beteiligt und darüber informiert.

Günter Terfehr, Vorsitzender des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) Rhede, dankte dem Rat und der Verwaltung für die Weichenstellungen. „Das sind super Signale für die Wirtschaft.“ Er bat darum, den HHG weiterhin an den Prozessen zu beteiligen.


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